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Phu Quoc – Träumen, wo der Pfeffer wächst…

FAQ - Kurz und knapp


Wie kommt man nach Phu Quoc?

Flugzeug (ca. 40€ von Saigon) oder Fähre (ca. 10€ von Rach Gia)


Wann waren wir auf Phu Quoc?

Ende August 2015

Was sollte man auf Phu Quoc machen?

Roller mieten und die Insel umfahren, tauchen/schnorcheln, Fisch mit der weltberühmten Fischsauce (und den überragenden Pfeffer dazu nicht vergessen) auf dem Nachtmarkt in Duong Dong essen


Das Inselparadies Phu Quoc ist für viele Reisende im Vietnam das absolute Highlight. Das Eiland lockt mit traumhaften Stränden, wunderbaren Menschen, denen man anmerkt, dass sie an einem der schönsten Orte Südostasiens leben und undurchdringlichem Urwald im Hinterland der Insel.

Doch Phu Quoc nimmt gerade eine Entwicklung, die ihre natürliche Schönheit gefährdet. Die vietnamesische Regierung hat große Pläne mit diesem Fleckchen Erde und das macht sich schon jetzt bemerkbar.

Wer jetzt in den Vietnam reist, sollte diesen Umweg von der Standard-Route von Saigon nach Hanoi (oder anders herum) in Kauf nehmen, denn allzu lange wird Phu Quoc nicht mehr das sein, was es grade ist.

TOP

Strände

Also wir haben nun auf unseren Reisen schon einige Strände gesehen, aber der Sao Beach auf Phu Quoc gehört definitiv zu der absoluten Spitze seiner Gilde. Weißer Sand, türkises, ruhiges, klares Wasser gesäumt von einigen, wenigen Bungalow-Anlagen und Restaurants. Ein absoluter Traum.

Man kommt nur über einen Trampelpfad an den Strand, der ringsherum von Urwald umgeben ist. Das Meer ist total seicht, man kann meterweit ins Wasser laufen. Der Strand ist Ausgangspunkt einiger Tagestouren, so dass der Strand am späten Vormittag und am Abend menschenleer ist.

Wir waren in der Nebensaison dort und es war ein sehr schönes Gefühl, nahezu alleine am Strand zu liegen. Es war brutal heiß an diesem Tag und das Meer glich einer Badewanne. Kein Steinchen am Meeresboden.

Alleine schon diese Stunden waren es wert, Phu Quoc in unsere Reise zu integrieren.


Essen

Fischliebhaber aufgepasst! Frischer als hier kann man kaum Fisch essen. Die Insel hat sich dem Fischfang verschrieben und als Tourist kann man auch zahlreiche Angebote in dieser Richtung wahrnehmen (Fischtour, Angeln, Schnorcheln etc.). Wir haben uns mit dem Fischmarkt begnügt, der jeden Abend in Duong Dong in den Abendstunden (ab 17:30) seine Pforten öffnet. Der Markt ist jeden Abend sehr gut besucht. Neben frischem Fisch und anderen Lebensmitteln (u.a. dem berühmten Limetten-Pfeffer) gibt es auch reichlich Tour-Schnickschnack.

Einfach treiben lassen und genießen, was das heimische Meer zu bieten hat.


Gefühl von Freiheit

Wir hatten vielleicht etwas Glück und sicherlich hatte auch unsere Reisezeit - Ende des Südwestmonsuns - entsprechenden Anteil, aber wir hatten Abseits der Hotspots fast immer das Gefühl, wir sind mit den Einheimischen alleine auf der Insel. Das Gefühl von Freiheit und Privatsphäre war für uns ein sehr schönes. Selbst an den Stränden, die wir oben schon mal erwähnt hatten, waren wirklich wenige Menschen.

Für die Partywütigen, zu denen wir uns nicht zählen, war es außerhalb der Hauptstadt fast ein wenig zu träge. Wer sich aber vom Wind treiben lassen will, mit dem Roller die Insel auf eigene Faust entdecken will, für den ist Phu Quoc in der Nebensaison wirklich ein Traumziel. Da können einen auch die matschigen Straßen,die der Monsun nahezu unbefahrbar gemacht hat, nicht aufhalten.

Man kann überall einen Zwischenstop machen, sich in ein Restaurant am Strand setzen, sein Essen genießen und gleichzeitig den Sand zwischen den Zehen durchrinnen lassen. Herrlich!

FLOP

Hang zum Massentourismus

Phu Quoc ist eine Perle. Leider verliert diese Perle in den letzten Jahren sichtbar an Glanz. Der Massentourismus scheint die Insel zu erobern. Besonders gespenstisch wird es dann, wenn man außerhalb der Hauptsaison auf die Insel kommt. Der neue VINPEARL Park ist in dieser Zeit geschlossen und wirkt wie eine Geisterstadt mitten im Paradies. Rings herum entstehen gigantische Hotelkomplexe auf Arealen so groß, dass man diese selbst mit dem Roller nicht ganz umfahren kann. Hunderte von Lastern und Baggern tragen Tag für Tag den Charme der Insel weiter ab.


Das gewaltige Infrastrukturprojekt Phu Quoc

Mit den neuen (für uns sehr negativen) Entwicklungen auf dem Eiland geht ein gigantisches Infrastrukturprojekt einher. Als wir uns unseren Roller gemietet hatten und uns der nette Vietnamese fragte, wo wir hinfahren möchten, war es fast etwas niedergeschlagen, als wir sagen, dass es uns in den Süden zieht. "Das ist keine schöne Strecke", sagte es uns sinngemäß.

Er hatte Recht. Wäre alles drum herum nicht so wunderschön und hätten wir an diesem Tag nicht dieses herrliche Wetter gehabt, die Strecke wäre der Alptraum gewesen. Über circa 10km hinter dem Flughafen in Richtung Süden erstreckt sich eine gigantische Riesenbaustelle, teils fortgeschritten in der Fertigstellung, teils noch garnicht begonnen. Überall stehen Bagger, die Wasserpfützen zeugen von undichten Öltanks und -behältnissen. Am Wegesrand leben die ärmsten der Einheimischen quasi auf der Baustelle, ihrer ohnehin schwachen Hütten bedeckt von Dreck und Sand.

Das war für uns wirklich die Schattenseite des Insel. Diese Entwicklung scheint nicht aufzuhalten, daher können wir euch nur raten, die Insel noch zu besuchen, bevor diese Projekte fertiggestellt sind, denn dann wird es der Insel wohl wie Phuket gehen.

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