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Mietwagen in Afrika? Na Klar!

Mietwagen in Afrika - euer Ernst? Klar!

Nira's Traum war es immer, dass wir einmal gemeinsam Afrika bereisen. Hätten wir das nicht getan, hätte ich sie wohl für viele Monate im Rahmen eines Volontariats oder Praktikums an einer Schule entbehren müssen. Für die Kinder hätte es mich gefreut, denn Nira wird mal eine tolle Lehrerin :), aber so binden wir es jetzt in unsere Weltreise-Route ein.


Erlebe Afrika – nur wie?


Da wir uns entschieden haben, dass unsere Weltreise in Afrika beginnen wird und zwar genauer gesagt in Namibia, gingen die ersten Recherchen für unsere Reise natürlich speziell in diese Richtung. Wir waren bisher hauptsächlich in Südostasien mit dem Rucksack unterwegs und wissen, wie man dort am einfachsten, günstigsten und schönsten reisen kann. In Namibia erwarten uns eine völlig andere Infrastruktur und ganz andere Distanzen. Namibia hat eine Fläche von ca. 825.000 qkm und eine Nord-Süd-Ausdehnung von rund 1.500km. Das entspricht fast der doppelten Distanz zwischen dem südlichsten und dem nördlichsten Punkt Deutschlands.


Zwar scheint die das Bus-Netz in Namibia recht gut ausgebaut zu sein, wenn auch preislich beispielsweise nicht vergleichbar mit Busfahrten in Südostasien. Dazu kommt, dass auch die Möglichkeit günstiger Hostels in Namibia quasi nicht existent scheint. Hier regieren Lodges und kleine Hotels, die aufgrund der relativ geringen Bevölkerung ebenfalls sehr dünn gesät sind.


Was also tun, wenn man möglichst günstig, flexibel, frei und unabhängig reisen will?


Unsere Lösung: Camping! Camping in Afrika? Geht das eigentlich. Wir waren selbst überrascht, aber gerade Namibia ist ein echtes Campingland. Es gibt unzählige Campingplätze und –stellplätze, die gut ausgebaut sind (Duschen, WCs, Grilplätze etc.). Jetzt waren wir selbst noch nie gemeinsam campen und hatten selbst einige Bedenken, was beispielsweise die Versorgung, Ausrüstung, Kosten und Sicherheit betrifft.


Warum Camping in Namibia trotzdem die richtige Entscheidung in unseren Augen ist und was ihr bei der Beschaffung eines entsprechenden Fahrzeugs beachten solltet, verraten wir euch in diesem Artikel.


Namibia auf vier Rädern

Mietwagen ist nicht gleich Mietwagen, zumindest nicht im Süden Afrikas. In Namibia gibt es gut ausgebaute Hauptstraßen, aber wer will schon nur auf hartem Asphalt fahren? Interessant wird es doch erst in den Nationalparks oder neben den Hauptstraßen. Die Qualität der Straßen ist in Namibia so unterschiedlich, dass es sogar Kategorien für Straßen gibt. Die meisten Straßenkilometer sind mit Kies oder Erde bedeckt.

Schwer vorstellbar, dass wir solche „Straßen“ heil mit einem Kleinwagen passieren können. Bei unserer Recherche sind wir dann auf eine riesige Anzahl von Anbietern voll ausgestatteter Campingfahrzeuge gestoßen, die sich alle in irgendeiner Hinsicht (Fahrzeugtyp, Preis, Ausstattung etc.) unterscheiden.


Grundsätzlich besteht die Wahl zwischen drei wesentlichen Fahrzeugen:

1. Einzelkabiner mit Dachzelt

2. Doppelkabiner mit Dachzelt

3. Campervan


Der wesentliche Unterschied zwischen Einzelkabiner und Doppelkabiner besteht darin, dass ihr vorne in der Fahrerkabine des Doppelkabiners eine Rücksitzbank habt. Das wird dann interessant, wenn ihr mehr als 2 Personen seid, die das Fahrzeug benutzen. Es hat den weiteren Vorteil, dass die Fahrerkabine vorne besser vor Sandstürmen geschützt ist und somit die Möglichkeit besteht, empfindliche Wertsachen wie Kamera, Handy und Laptop auf die Rücksitzbank zu legen. In beiden Fällen habt ihr aber euer Zelt – also eure Unterkunft – auf dem Dach.


Beim Campervan ist der große Vorteil, dass ihr hinten „im Kofferraum“ schlaft, entsprechenden Stauraum habt und einfach die Tür hinten zu werfen und weiterfahren könnt, während ihr sonst erst euer Zelt abbauen müsst. Der ebenso große Nachteil ist allerdings, dass es hinten im Van extrem heiß und stickig werden kann, besonders in der Trockenzeit, wenn es besonders warm wird. Dazu kommt, dass der Campervan durchschnittlich 30-40% teurer ist, als der Einzelkabiner.


Ihr habt bei allen Varianten die Möglichkeit, das Auto ohne Campingausrüstung zu buchen, was sich aus unserer Sicht aber nicht wirklich rechnet (Außer vielleicht, wenn ihr mehrere Monate unterwegs seid- und dann stellt sich schon die Frage, ob man sich nicht lieber einen Geländewagen kauft).


Wir haben uns nach vielen E-Mail-Wechseln, Recherchen und Überlegungen für einen Toyota Hilux 4x4 in voller Campingausstattung von AfricanTracks entschieden und zwar für unsere gesamte Zeit in Afrika.

Es gab in diesem Fall viele Gründe, warum dieser Anbieter der beste für unser Vorhaben war:


Reisedauer

Das Angebot, das uns Devon-Lee von AfricanTracks für die Dauer von 37 Tagen gemacht hat, war außerhalb jeder Konkurrenz. Für längere Reisedauern wird das Angebot von AfricanTracks immer günstiger und da wir nicht in der Hauptsaison in Namibia unterwegs sind, war das Angebot noch einmal besser.


Versicherung

Bei der Versicherung könnt ihr selbst entscheiden, welchen Schutz ihr wählen wollt. In der Praxis läuft das mit Zahlung einer Kaution ab, die auf eurer Kreditkarte „eingefroren“ wird und im Falle eines Schadens einbehalten wird, je nach Schwere des Schadens. Entweder entscheidet ihr euch für die volle Kaution, die meistens bei 10-15% des Wagenneuwerts liegt oder ihr zahlt einen täglichen Beitrag und habt im Falle des Schadens garkeinen finanziellen Aufwand. In dieser Deckung sind allerdings nie Reifen- und Glasschäden versichert, die die häufigste Schadenursache in Namibia darstellen (Sandstürme!). Wir haben uns für die volle Kaution entschieden und Devon-Lee hat uns empfohlen, extra für den Fall eines Reifen- oder Glasschadens eine Ausschnittsdeckung abzuschließen. Das kostet gerade einmal 3,80€ pro Tag.


Grenzüberschreitung

Wir haben keinen anderen Anbieter gefunden, bei dem die Grenzüberfahrt beispielsweise nach Südafrika, aber auch nach Botswana nicht mit Kosten verbunden war, außer bei AfricanTracks. Da wir ohnehin nach Südafrika wollten und dadurch auch Botswana als Reiseziel interessant wurde, hatte diese Leistung sogar Einfluss auf unsere Route, die sich jetzt durch Namibia, Botswana und Südafrika ziehen wird.


Sonderleistungen

Es gehört ebenfalls zum Serviceversprechen von AfricanTracks, dass euch ein Mitarbeiter am Flughafen in Windhoek abholt und dort auch wieder abliefert, wenn ihr den Mietwagen zurückgegeben habt. Auch das war bei allen anderen untersuchten Anbietern mit Sonderkosten verbunden.


Persönlicher Kontakt

Insgesamt hat auch einfach die Chemie gestimmt. Devon-Lee hat immer sehr schnell und äußerst freundlich geantwortet und Stand bei jeder Frage mit gutem Rat zur Seite. Besonders beim Thema Versicherung haben wir sie sehr offen und ehrlich erlebt. Dazu kommt natürlich, dass ihr Deutsch wirklich gut ist und wir so keine Verständigungsprobleme hatten.


Keine Angst, wir haben keinen Kooperationsvertrag mit AfricanTracks, wir bleiben objektiv. Wir haben viele Angebote von unterschiedlichen Anbietern eingeholt und hatten bei diesen einfach das beste Gesamtgefühl. Wir haben sogar vereinbart, die Miete erst vor Ort zu zahlen, um Gebühren für Überweisungen ins Ausland zu vermeiden.

6 Comments

  1. Tanja sagt:

    Ich bin gespannt auf eure Reise in Afrika. Ein Land was mich total fasziniert! Habt viel Spass beim Reisen und entdecken! Liebe grüsse Tanja

  2. Christian sagt:

    Soooo, jetzt endlich auch hier…der Christian alias c.o.me bei Instagram 🙂
    OMG, wie aufregend, ihr startet in Afrika… …da habe ich -muss ich zu meiner Schande gestehen- über die ganzen Posting auf Instagram garnicht so realisiert… Ich war im Glauben, ihr bereist Asien vorrangig… Wie gut, dass ich jetzt endlich mal Zeit gefunden habe euren Blog zu besuchen… Nun bin ich aufgeklärt, und freue mich auf eure baldige Reise (das habe ich auch schon bis dato getan, nur eben mit falschen Zielgedanken *lach*)
    Mit dem Camper durch Namibia…Respekt…das ist mal ’ne Ansage… Ich als Normalotouri habe da tausend Bedenken und null Ahnung… …gut jetzt endlich aufgeklärt zu sein… …wie geil doch zu lesen, was alles möglich ist! Gute Planung vorausgesetzt… So eben wie bei euch!!!
    Alles Gute euch beiden, beste Grüße, Christian

    • Christoph sagt:

      Hallo Christian,
      wir freuen uns, dass du es geschafft hast, unseren Blog zu besuchen 🙂
      Ja die Fotos auf Instagram sind Erinnerungen aus den letzten 4 Jahren. Man muss ja irgendwie die Zeit bis zur Weltreise mental verarbeiten 😀

      Wir sind selbst irre gespannt, wir haben so etwas selbst noch NIE gemacht. Weder Camping, noch Afrika, noch nen Mietwagen gemietet! Wird auch für uns eine spannende Geschichte. Schön, dass du virtuell dabei bist!

      Gute Planung…Naja wir haben unser Auto reserviert und wissen grob, dass wir erst nach Norden fahren. Ich würde fast sagen „Planung“ ist was anderes!

      Viele Liebe Grüße
      Nira und Christoph

  3. Chris sagt:

    ich bin gespannt, wie euer mietwagen die 37-tägige reise mitmacht und würde mich über einen erfahrungsbericht hinterher freuen. 🙂
    wir buchen mittlerweile nur noch bei savanna car hire. die sind zwar nicht die günstigsten, aber dafür mit die besten, was den zustand des wagens und vor allem der reifen angeht. bei unseren letzten reisen hatten wir trotz unwegsamen geländes keinen einzigen platten mehr.

    • Christoph sagt:

      Servus Chris,
      Aktuell ist noch alles in Ordnung, das kann sich natürlich am nächsten Schlagloch ändern…?
      Aber wir werden am Ende ein Resümee ziehen dann ist es endgültig ??
      Viele Grüße
      Christoph und Nira

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