Weltreise_Backpacking_Südafrika_Kapstadt
Kapstadt #1 – Planlos und hoch hinaus
4. Januar 2017
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Kapstadt #3 – Peninsula-Tour und Silvester am Signal Hill
7. Januar 2017
Früchte-Frühstück bei Naeema, mit dem Arbeiterbus frühzeitig in die City, Guten-Morgen-Kaffee in Kapstadt. Eine Routine, an die man sich gewöhnen könnte. Nachdem wir am Tag zuvor lange Zeit mit dem roten Bus unterwegs waren, stand jetzt die zu Fuß Erkundung an. So lernt man eine Stadt (oder allgemein eigentlich alles auf Reisen) immer noch am besten kennen.


Unser Spaziergang führte uns zu aller erst in die St. George’s Cathedral, der ältesten Kathedrale des südlichen Afrikas. Wir entzündeten eine Kerze und hielten kurz inne. Bei soviel Positivem und auch manch Negativem, das man auf Reisen erlebt, muss auch dafür Zeit sein. Auch, wenn man wie wir beide jetzt kein regelmäßiger Kirchengänger ist.


Gleich um die Ecke und super klasse zum Relaxen liegt Company’s Garden, eine riesige Grünanlage. Noch besser: Vor einem der Eingänge werden von einer älteren Dame selbstgemachte und sehr künstlerisch gestaltete Cupcakes für 5-10 Rand pro Stück verkauft. Sparen hin oder her. Die sahen sooo lecker aus, da mussten wir zuschlagen.


Kapstadt blickt auf eine lange und ereignisreiche Geschichte zurück. Besonders interessierten wir uns für die Geschehnisse um District Six. In den 60er Jahren wurden hier tausende von Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturen gewaltsam aus ihren Häusern und Wohnungen vertrieben, um den Stadtbezirk der „weißen“ Bevölkerung zu widmen. Das ist noch keine 60 Jahre her. Einfach krass!

All das wurde zum Gedenken im District Six Museum (40 Rand p.P.) festgehalten. Wir waren zwar dort und die Bilder waren wirklich erschreckend und auch die Berichte der Zeitzeugen gingen unter die Haut. Das Museum selbst fanden wir aber sehr vollgestopft, etwas chaotisch und unstrukturiert. Wir mussten selbst noch etwas im Internet recherchieren, ehe wir alles verstanden haben.
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Es war wirklich wieder einer der extrem heißen Tage in Kapstadt. Das hielt uns aber nicht davon ab, gemütlich in die Kloof Street zu spazieren. Dort gibt es ganz viele kleine und große Möglichkeiten, „lekker“ und authentisch zu essen. EIGENTLICH, wollten wir anschließend auf den Lion’s Head trekken, aber von dem Gedanken verabschiedeten wir uns gänzlich, als uns sogar im Schatten beim Essen der Schweiß aus dem Körper strömte. Ein andermal!
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Next Stop: Camps Bay, ab zum Strand. Der Sand dort ist so unfassbar weiß und soft. Jetzt in der Ferienzeit tummelten sich dort natürlich Massen von Leuten, wir fanden aber mit unserem Tuch noch ein Plätzchen und dann... DANN kamen die ersten Versuche, ins Wasser zu gehen und sich abzukühlen. Wir haben ja schon auf der Hop-On-Hop-Off-Tour festgestellt, dass irgendwie kaum Leute im Wasser sind. Das liegt nicht etwa an gefährlichen Tieren oder Quallen, ne. Das Wasser auf dieser Seite Kapstadt ist einfach unfassbar kalt. Klingt jetzt wirklich warmduschermäßig, aber wenn die Füße im Wasser standen schmerzte die Kälte des Wassers auf der Haut! Kein Spaß. Sei’s drum. Nach etwas Mentalarbeit und ausreichend Vorbereitung – platsch – rein ins kühle Nass. Einmal kurz und dann wieder raus! Wir sind drin gewesen. Haken dran! Anschießend wollten wir eigentlich mit dem MyCitiBus zurück Richtung Innenstadt. Eigentlich! Mal wieder führte unsere Spontanität zu einem wunderschönen Abend. Wir wussten nicht, wie weit wir mit unseren letzten Kröten auf unserer Prepaidkarte des Busses kommen und entschieden kurzerhand auszusteigen. Nun standen wir hier irgendwo zwischen Camps Bay und Seapoint.

Kein Problem. Wir holten uns einen kleinen Snack, genossen die Aussicht auf das Meer und ließen uns danach einfach wieder treiben.

Die Promenade entlang des Atlantic Seabord’s bis runter zur Waterfront ist wirklich wunderschön. Hier reihen sich Traumstrand an Traumstrand, alle sind total relaxt und genießen das Wetter und die Stimmung. Mit der langsam sinkenden Sonne im Rücken sind wir also fleißig marschiert und marschiert und marschiert...

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... bis zur Waterfront. Hier unten schlug der Puls der Stadt um diese Zeit. Es war unfassbar voll. Die Straßenmusiker sorgten mit coolen Rhythmen für tolle Stimmung. Es war einfach das Leben pur!
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Dann fiel uns etwas auf, das uns beim ersten Mal an der Waterfront irgendwie nicht aufgefallen war. Die gigantisch riesige, unübersehbare Victoria Wharf (Ja, wir haben sie wirklich übersehen und Nein, wir verstehen selbst nicht wie es dazu kommen konnte!^^), eine Shopping-Mall vom Feinsten. Zum Bummeln ja, aber für Shopping war noch nicht der richtige Zeitpunkt unserer Weltreise erreicht.
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Der Heimweg gestaltete sich dann irgendwie nicht ganz so easy, wie vom Tafelberg. Nachdem die Mall geschlossen hatte, wollte gefühlt alle sofort nach Hause und wie schon gesagt: JEDER nutzt hier Uber. Wir haben zwar gleich zweimal einen Fahrer angeheuert, aber keiner von beiden ist wohl durch den Uber- und Taxi-Stau hindurchgekommen. Nach über 1 Stunde haben wir uns in ein Unicab-Taxi gesetzt, das uns vorher noch als Alternative zu Uber empfohlen wurde.

Auch unser zweiter richtiger und unser dritter offizieller Tag in Kapstadt war somit wieder vollgepackt mit tollen Erlebnissen. Wir haben uns vorgenommen, viel zu sehen und an dem Plan hielten wir auch fest.

2 Comments

  1. Kathi sagt:

    Ging mir mit dem District Six Museum auch so – es war einfach zu voll und ungeordnet… aber ansonsten habt ihr eine klasse Route hingelegt und sicher viel gesehen!! 🙂

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