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Auf der Suche nach den Pinguinen Neuseelands – Oamaru & Moeraki

Weltreise_Backpacking_Neuseeland_Oamaru
Oh, Wunder. Nach unserem Aufstieg zu den Sealy Tarns im Mount Cook Nationalpark an Nira’s Geburtstag konnten wir am nächsten Tag immer noch gehen, ohne dass sich unsere Beine bei jedem Schritt in Betonklötze transformierten.

In den Tag starteten wir aber bei einem genüsslichen WLAN-Kaffee in Twitzel. Immerhin hatte Nira in Deutschland immer noch Geburtstag und der wollte auch am anderen Ende der Welt mit der Familie gefeiert werden. Whatsapp, Facetime und Konsorten sei Dank lag hier auch nur ein einziger Knopfdruck zwischen Wunsch und Verwirklichung.


Claff Cliffs bei Omarama

Nach herzlichen Glückwünschen und einem bühnenreifen Geburtstagströten-Konzert via Facetime ging es für uns wieder auf die Straße. Wasservorräte aufgefüllt, Samweiß wieder Flüssignahrung zugeführt und dann konnte es weitergehen. Unser Tagesziel: Irgendwo zwischen Twitzel und Oamaru, einem kleinen Städtchen an der Pazifikküste in Richtung Süden.


Wir haben den Tipp bekommen und wir geben ihn auch gerne weiter. Wenn am Straßenrand ein „Scenic Road“ Schild auftaucht, dann nimm die Ausfahrt. Egal, ob du dadurch mehrere Kilometer Umweg fährst. Wenn die Kiwis einen Landstreifen „scenic“ taufen, dann ist er das auch!

Genau so sind wir auch zu den Clay Cliffs gelangt. Die liegen keine 10 Kilometer entfernt von der Hauptstraße. Der Eintritt liegt bei 5$ pro Auto. In Neuseeland ist es oft üblich, dass die Eintrittspreise auf Vertrauensbasis bezahlt werden, so auch hier. Ein verschlossenes Geldkästchen, ein kleines Tor und ein Schild mit der Aufschrift „5$ per Van“.

Wir gehören nicht zu der Sorte Menschen, die dann 30 Cent in den Schlitz werfen, nur, dass es anschließend dreimal klingelt in der Kasse, also haben wir brav unseren Eintritt bezahlt. 5$ für zwei Personen ist bei dem, was uns dann erwarten sollte auch wirklich schnäppchenverdächtig.

Weltreise_Backpacking_Neuseeland_Clay_Cliff
Weltreise_Backpacking_Neuseeland_Clay_Cliff
Die Clay Cliffs wirken wie eine riesige Festung aus Sand. Türme, Pfeiler und Säulen ragen hoch in den Himmel. Dieses Naturschauspiel ist übrigens gerade einmal 2 Millionen Jahre alt. Erdgeschichtlich gesehen also maximal frühpubertär. Entstanden sind die Klippen durch fließende Gletschern, die Schlick und Geröll zu diesen Wänden aufgetürmt haben.

Zwischenstop in Duntroon

Die Clay Cliffs sind den Abstecher von der Straße wirklich wert. In Richtung Oamaru ging es für uns anschließend entlang von Seen, Hügeln, Tälern und Dämmen weiter Richtung Küste. Auf diesem Abschnitt schien es kein einziges Free-Camp zu geben, daher parkten wir Samweiß an diesem Nachmittag kurzerhand auf einem privaten Campingplatz (Duntroon Campsite), der eher an einen Fußballplatz erinnerte. Für 10$ pro Van und Zugang zu frischem Trinkwasser konnte man aber wirklich nicht meckern.


Die blauen Pinguine von Oamaru

Am nächsten Tag erreichten wir schließlich das kleine Städtchen Oamaru. Unser erstes Ziel waren die blauen Pinguine im Süden der Stadt. Wir haben gehört, dass man keine überteuerte Führung (ca. 65$ pro Person) zu der Kolonie machen soll, da man selbst immer Pinguine zu Gesicht bekommt. Immer? Das muss wohl relativiert werden. Wir sahen Möwen. Wir sahen andere bunte Vögel. Wir sahen sogar riesige Robben. Die blauen Pinguine haben wir aber nicht gesehen. Der Ausflug war aber dennoch keine Enttäuschung, denn die riesigen Robben kann man hier buchstäblich hautnah erleben.

Später erfuhren wir, dass die Pinguine wohl erst am späten Nachmittag aktiv werden würden und man sie dann antreffen könnte. Wir haben uns aber für eine andere Lösung entschieden: Die gelbäugigen Pinguine in Moeraki.

Irgendwie scheinen die Pinguine hier alle ein farblich-charakteristisches Merkmal zu besitzen.

Zuvor nahmen wir uns aber die Zeit, um auch Oamaru ein bisschen näher kennenzulernen. Und was sollen wir sagen? Oamaru ist ein richtig schönes und absolut sehenswertes Städtchen. Der Stadtkern und der Hafen stehen sogar unter Denkmalschutz. Die Innenstadt ist voller viktorianischer Bauten, die aus dem typischen Kalkstein der Region gebaut worden sind.

Weltreise_Backpacking_Neuseeland_Oamaru
Hier in Oamaru haben wir auch das erste Mal Fish & Chips gegessen. Genau genommen waren wir sogar das erste Mal überhaupt Essen in Neuseeland. Es hat herausragend gut geschmeckt!


Die gelbäugigen Pinguine von Moeraki

Die nächste Mission auf unserer Suche nach den Pinguinen Neuseelands fand in Moeraki statt. Wenn man schon nach Moeraki, etwa 30 Kilometer südlich von Oamaru fährt, dann soll man sich doch auch die Moeraki Boulders anschauen. So hört man zumindest.

Geologisch sicherlich wahnsinnig interessant, blieb bei uns der erhoffte Schuhauszieher-Effekt irgendwie aus, als wir vor den runden Steinkugeln am Strand Moeraki’s standen. Die vielen Kameras und Menschen ließen aber vermuten, dass es sich hier um eine ganz besondere Sache handeln sollte.

Weltreise_Backpacking_Neuseeland_Moeraki
Dann aber sahen wir sie. Die ersten Pinguine in Neuseeland. Die Fahrt zum Katiki Point beim alten Leuchtturm Moeraki’s führt über eine 4 Kilometer lange Schotterpiste. Die Kolonie der Pinguine lebt dort in einem Naturschutzgebiet direkt am Meer. Schon ohne die Pinguine ist ein Ausflug hierher wirklich traumhaft schön. Die Klippen fallen teilweise steil in den Pazifik, die Brandung schlägt heftig gegen das Land und unten teilen sich Pinguine, Robben und abertausende Hasen (frag’ uns bitte nicht, warum!) die sonnigen Stellen am Strand.

Weltreise_Backpacking_Neuseeland_Moeraki
Weltreise_Backpacking_Neuseeland_Moeraki
Die letzten Kilometer zum Warrington Domain Freecamp waren auf ihre Weise wirklich besonders schön. Die Sonne ging herrlich unter über der hügeligen Landschaft. Das Licht war tiefgelb und färbte Bäume und Häuser. Das Warrington Domain Camp liegt direkt am Meer und ist sicherlich auch deswegen so gut besucht, wie der Parkplatz eines Festivals.

Unser nächtlicher Versuch, die bewaldeten Dünen zwischen Campingplatz und Meer zu überwinden, sollte angesichts der enormen Dunkelheit aber erfolglos bleiben.

10 Comments

  1. Maxi sagt:

    Bisher hatte ich noch keinen Blog gefunden, der mich durchgehend interessierte und den ich länger verfolgt habe, bis ihr kamt. 🙂

    Ich kann mich in eure Erlebnisse super hineinversetzen, mitlachen oder mitfiebern und man hat sofort Lust auch die Welt zu sehen.
    Vielen Dank dafür und macht weiter so!

    Ich wünsche euch weiterhin eine erlebnisreiche Zeit! 🙂

    • Christoph sagt:

      Servus Maxi,
      Das geht ja runter wie Öl. Danke dir 😉 dann Rucksack packen und raus in die Welt, es gibt viel zu sehen ?
      Grüße
      Nira & Christoph

      • Maxi sagt:

        Erst muss ich mit dem Studium fertig werden, dann soll es nach Namibia gehen, mit Rucksack und zum Arbeiten. 😉
        Bis dahin hab ich eure tollen Berichte 😛

        Grüße aus Deutschland und euch eine schöne Zeit mit Samweiß 🙂

        • Christoph sagt:

          Servus Maxi,
          Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Nerviger Spruch! Ich weiß ?
          Namibia ist ein herausragend tolles Ziel. In welche Richtung geht die Vorstellung denn beim Thema arbeiten?
          Grüße aus Neuseeland und vielen Dank!
          Nira & Christoph ?

          • Maxi sagt:

            Irgendwann ist das auch vorbei 😛
            Ich studiere Heilpädagogik und eine Freundin hat Kontakt zu einer Deutschen, die in Namibia ein Kinderheim für Kinder mit Behinderungen betreut. Wir wollen dann zusammen los 🙂

          • Christoph sagt:

            Fantastischer Plan!????

  2. Hi. Ein schöner Bericht. Wir haben während unserer Weltreise eher den Westen der Südinsel abgefahren (Pancake Rocks, Fox Gletscher usw.). Daher schön zu sehen, was es noch so alles im östlichen Teil gibt 🙂

    Viele Grüße
    Sandra und Michael von One Million Places

    • Christoph sagt:

      Hallo ihr beiden,
      vielen Dank für eure Worte ?. Neuseeland war schon sehr lange ein Traum, deswegen nehmen wir uns sehr viel Zeit hier. Die Westküste kommt jetzt so langsam näher und wir freuen uns schon total auf die Berge dort.
      Viele liebe Grüße
      Nira & Christoph

  3. Martina Winnes sagt:

    Hallo ihr beiden,
    ich hab gestern von Nira’s Papa erfahren dass ihr beiden auf Weltreise seid und ihr auch eure Reiseeindrücke auf dieser tollen Website berichtet. Leider war der Anlass ein sehr trauriger, da meine beste Freundin Sabine (Nira’s Tante) nach Hause gegangen ist. Meine Süße hatte wahrlich kein schönes Leben, umso mehr finde ich das was ihr beiden macht das einzig richtige, geniesst die Zeit und alles Gute für euch beide

    Gruß Martina

    • Christoph sagt:

      Hallo Martina,
      schön, dass du den Weg auf unseren Blog und damit zu unserer Weltreise gefunden hast, auch wenn der Anlass sehr traurig ist.
      Danke für deine Worte und viele Grüße aus Neuseeland
      Nira & Christoph

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