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Es ist vollbracht! Nach drei Tagen, zwei Nächten in den Fjorden Neuseelands, etwa 1.200 Höhenmetern und unglaublichen 60 Kilometern Wanderstrecke standen wir wieder bei Samweiß auf dem Parkplatz des Kepler Track’s. Wir haben den Kepler Track, einen der offiziellen „Great Walks“ Neuseelands bewältigt.
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Eigentlich wäre es hierzu gar nicht gekommen!

Wie bitte?

Wir haben den Kepler Track nur gemacht, weil wir uns gegenseitig völlig missverstanden haben. Bevor wir also zur Wanderung kommen, klären wir erst einmal auf, was es mit dem „Schönsten Missverständnis unserer Weltreise“ auf sich hat.


Vorgeschichte

Wie es zu diesem Missverständnis kommen konnte, lässt sich wohl am Einfachsten nachvollziehen, wenn man sich die Vorgeschichte beider Seiten anhört. Ladies First -Los geht’s mit Niras Version:

Unsere Route durch Neuseeland war bis zu dem Tag, als wir in Dunedin ankamen, eher spontan entstanden. Christoph hatte mit der Landung in Christchurch eine „Einfach-mal-machen“-Mentalität für sich entdeckt, während ich zumindest interessante Orte auf unserem Weg herausgesucht hatte.

Klar, wir wussten beide in etwa, was wir sehen und erleben wollten. Wir hatten auch drüber gesprochen, dass wir vor allem an der Westküste endlich mal richtig wandern gehen wollten. Wie das Ganze aussehen sollte, wie lange die Wanderung werden würde und ob das eine Übernachtungstour werden sollte, war in unseren Überlegungen noch völlig unklar.

Und dann kamen wir nach Dunedin.

Ich hortete in der i-Site wieder einen Stapel an Infoflyern, da ich mich spätestens jetzt so langsam mit dem Thema „Great Walks“ in Neuseeland beschäftigen wollte. Bei Christoph schien sich dieser Beschäftigungsprozess innerhalb weniger Minuten abgespielt zu haben. Schon war eine Entscheidung gefallen: Wir machen den Kepler Track. Das alles ging so schnell, dass der Moment des noch einmal gründlich darüber Nachdenkens wohl wie ein Pfeil an mir vorbeigeschossen sein muss. Christoph will das machen.

Wir hatten uns keine Sekunde mit der Frage beschäftigt, welche Ausrüstung wir für den Track benötigen würden und was uns da überhaupt erwarten würde, aber Fakt war: Wir haben zwei Hütten für den Kepler Track gebucht. In zehn Tagen.


Jetzt stellt sich natürlich berechtigterweise die Frage: Brauch es hier die Version der Gegenseite noch? Ist nicht eigentlich schon klar, dass es ein Schnellschuss war?

Schauen wir mal, denn hier kommt die Version von mir:

Nira ist ein wirkliches Eichhörnchen, was das Sammeln von Infoflyern und Broschüren betrifft. In unserem Auto hatte sich innerhalb von kurzer Zeit eine Bücherei an Informationen angesammelt. Darunter auch reichliche Flyer zu den „Great Walks“ in Neuseeland. Für mich war früh der Eindruck entstanden, dass Nira unbedingt eine der ganz großen Wanderungen machen möchte.

In Dunedin ging dann alles ganz schnell. Eigentlich waren wir in der i-Site von Dunedin nur zugegen, um uns über einige Tracks zu informieren. Ganz unverbindlich. Nach einem kurzen Gespräch mit der Dame am Info-Schalter hatte ich plötzlich das dringende Gefühl, Nägel mit Köpfen zu machen.

Der Kepler Track hatte mein Interesse dabei besonders geweckt. Es war eine Loop-Wanderung (also im Kreis mit Anfang=Ende), was uns einen Rücktransport zum Auto ersparen würde. Der Track schien anspruchsvoll, aber nicht unmöglich. Und ich gebe zu: Das Marketing hat gute Arbeit geleistet, denn die Bilder haben mir auch gefallen.

Dann war da noch dieses Gefühl, Nira würde ja sowieso einen großen Walk machen wollen. Etwas überstürzt buchten wir – oder vielmehr ich – zwei Übernachtungen in zwei Hütten auf dem Kepler Track. Es waren sogar die letzten beiden Plätze.


Ich war hoch euphorisch, Nira’s Gesichtsausdruck würde ich eher als fragend bezeichnen. Am Auto angekommen, stellten wir beide plötzlich fest, dass der jeweils andere überhaupt keine zwingende Notwendigkeit für einen mehrtägigen Track gesehen hat. Schon gar nicht, ohne sich darüber vorher informiert zu haben. Ein glattes Missverständnis also!


Wir haben uns aber dennoch dafür entschieden, den Track anzugehen und die Tickets nicht innerhalb der Rückgabefrist zurückzugeben. Wir hatten allerdings großen Respekt vor dem Track. Eine Strecke von 60 Kilometern sind wir noch nie gelaufen. Dazu gesellte sich eine weitere Schwierigkeit. Wir haben absolut keine Ausrüstung für eine mehrtägige Wanderung im Gepäck. Keine Wanderschuhe. Kein Hütten-Equipment. Keine Wanderkleidung.


Bereits nach wenigen Tagen war uns klar, dass es ein Ding der Unmöglichkeit zu sein schien, in Neuseeland Frauenschuhe der Größe 36 zu bekommen. Ich habe mir ein preiswertes Paar Wanderschuhe in einem Schuhladen gekauft, doch für Nira fanden wir bis zum letzten Tag keine Wanderschuhe aus der Kategorie „Kann ich mir auch ohne Lotto-Gewinn leisten!“

Damit war klar, dass wir pokern mussten, was das Wetter betrifft, denn Nira würde den Track in einfachen Sportschuhen absolvieren.

Tag #1

Kepler Parkplatz – Luxmore Hut: 13,8km – 6 Stunden

Quälen bis zur Baumgrenze

So viel zur Vorgeschichte. Wir hatten also keine Wahl, als mit den Sachen loszuziehen, die wir zur Verfügung hatten. Eine weitere Schwierigkeit des Tracks ist die Tatsache, dass auf den Hütten ausschließlich Selbstversorgung auf der Tagesordnung steht. Das hieß natürlich auch, dass wir Essen für drei Tage ins Gepäck packen mussten. Inklusive der dazugehörigen Utensilien, um dieses auch zuzubereiten.

Die Wettervorhersage für unseren Track war überragend. Glücklicherweise! Wir haben uns dafür entschieden, einen großen und einen kleinen Rucksack mit auf Wanderung zu nehmen.


In meinen Backpack packten wir neben Kleidung, Topf, Geschirr und Schlafsäcken auf etwa fünf Kilogramm Lebensmittel. Der Faktor „Gewicht des Rucksacks“ sollte bereits nach wenigen Stunden zu einem der heftigsten Herausforderungen des Tracks werden. Geschätzte 15kg Gesamtgewicht hatte ich auf dem Rücken. Auch Nira’s Daypack war bis oben gefüllt. Da war sie. Die erste Erkenntnis: Mangelhafte Erfahrung.


Wir parkten Samweiß auf dem Parkplatz des Kepler Tracks. Rucksäcke geschultert. Wasserflaschen aufgefüllt. Am ersten Tag stand bereits der höchste Anstieg zur Luxmore Hut an, die auf 1.085m gelegen war. Der erste Streckenabschnitt führte entlang des Lake Te Anau. Es war ein angenehmer und einfacher Marsch. Einzig das Gewicht auf unserem Rücken setzte uns bereits nach einigen Kilometern zu.
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Nach etwa fünf Kilometern ging es nur noch nach oben. Durch tiefen Busch schlängelten sich der Weg in die Höhe. Nach zwei Stunden erreichten wir völlig ausgepowert die sog. „Limestone Bluffs“ – eine natürliche Karstfels-Grenze. Wir nutzten die Aussicht für eine kurze Mittagspause, natürlich nicht, ohne uns amtlich in ein Meer aus Kletten zu setzen und die Hälfte unserer Pause damit zu verbringen, diese wieder aus unseren Klamotten loszulösen. Wer – wie wir – gedacht hat, mit dem Anstieg zu den Karstfelsen wäre der härteste Abschnitt des Tages bereits bewältigt, der hat sich schön getäuscht. Die folgende Stunde ging es erbarmungslos hinauf. Die Serpentinen wurden immer steiler. Um uns herum wandelten sich Flora und Fauna und es wurde noch einmal deutlich kälter.
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Dann endlich überquerten wir die Baumgrenze. Unsere Motivation schoss schlagartig in die Höhe, als wir nach einigen Metern unsere Jacken ausziehen konnten und erstmals die Aussicht über das Fjordland genießen konnten. Zwar war die Sonne gerade noch dabei, den Wolkenvorhang zu öffnen, nach den vielen Stunden im tiefen Wald waren aber schon die Sonnenstrahlen Balsam auf unsere geschundenen Seelen.

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Von der Baumgrenze aus waren es nur noch etwa 45 Minuten bis zur Luxmore Hut, unserem Tagesziel. Der Weg führte durch teilweise fragiles Feuchtgebiet und bot bei entsprechendem Wetter ein ausgezeichnetes Panorama über den Lake Te Anau und die umliegenden Gebirge.
Eine letzte Linkskurve und wir konnten sie sehen. Luxmore Hut mit seiner Sonnenterrasse in wunderschöner Lage und mit herrlichem Ausblick auf die Fjorde. Pünktlich zu unserer Ankunft nach exakt sechs Stunden Wanderung zeigte sich auch das Wetter von seiner Schokoladenseite. Wir suchten uns in einem 30er Schlafsaal zwei Matratze aus, warfen endlich die Rucksäcke ab und genossen die letzten Sonnenstunden.
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Den Weg zu den Luxmore Caves ersparten wir uns an diesem Tag. Wir hatten ja erst einige Tage zuvor die Clifden Caves bei Invercargill besucht. Abgesehen davon hatten wir bereits Krampferscheinungen in den Beinen und immer noch keine richtigen Höhlenlampen. So ging es nach dem Abendessen und einem gemütlichen Kamillentee in den Schlafsaal. Es war eisig kalt. Um uns herum lag Daunenschlafsack an Daunenschlafsack, an Einheitlichkeit nur unterbrochen von zwei Sommerschlafsäcken. Wem haben diese wohlgehört?

Tag #2

Luxmore Hut – Iris Burn Hut: 14,6km – 6,5 Stunden

Pures Glück

Völlig durchgefroren erwachten wir, als der halbe Schlafsaal bereits auf den Beinen schien. Es war kurz nach 8:00 Uhr. Wir ließen die morgendliche Aufbruchsstimmung über uns ergehen. Als es ruhiger wurde um uns, starteten auch wir in den Tag. Der Morgen war traumhaft schön. Die Wolkendecke wurde früh von der Sonne durchbrochen und bereits beim Frühstück konnten wir eine herrliche Aussicht genießen.

Um 10:15 nahmen dann auch wir die Beine in die Hand. Direkt hinter der Luxmore Hut wurde man bereits freundlich auf die Herausforderungen des Tages eingestimmt. Sozusagen direkt an der letzten Stufe des Hinterausgangs ging es auf zwei Kilometern weitere 400m in die Höhe. Was unserer Motivation zu Gute kam, war die überragende Aussicht an diesem Tag. Es ist kaum in Worte zu fassen, deswegen versuchen wir es mal mit Bildern:

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Immer wieder legten wir kurze Trinkpausen ein. Es war trotz der Höhe wirklich angenehm warm. Zudem stoppten wir immer wieder, um das fantastische Panorama zu unseren Füßen festzuhalten. Natürlich nicht, weil wir völlig k.O. waren!

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Der buchstäbliche Gipfel des Überschaubaren bot sich uns schließlich von der Spitze des Mt. Luxmore auf 1.472 Metern. Der höchste Punkt unseres Tracks. Von hier oben hatten wir eine schier unbegreifliche Aussicht, die wir schätzungsweise eine Stunde in uns aufsogen.


Der Weg an diesem Tag war gesäumt mit herausragenden Stellen für das ein oder andere Erinnerungsfoto. Es ging ständig auf und ab. Wir marschierten teilweise nur wenige Zentimeter am Abgrund entlang. Auf trockenem Geröll und Steinen.

Immer wieder blickten wir hinter uns, um uns der zurückgelegten Strecke bewusst zu werden. Die Wege entlang der Berge waren deutlich sichtbar. Es war ein gutes Gefühl zu sehen, welche Strecken man bereits überwunden hatte.

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Der letzte Abschnitt des Tages könnte im Duden unter der Bezeichnung „steil bergab“ ohne Weiteres als Exempel verwendet werden. Bevor es die letzten fünf Kilometer des Tages in Schlangenlinien bis auf 497m konsequent bergab ging, schaute bei einer unserer Pausen ein Kea bei uns vorbei, um ein Stück unseres Schokoriegels zu ergattern. Mit Erfolg!

Während das Bergauf-Laufen äußerst kräftezehrend war, wurde auch das abwärts führende Stück schnell zum Knie-Töter. Zu den Gesetzen der Schwerkraft kamen zwei Rucksäcke dazu, die unerlässlich schneller den Berg hinunterwollten, als wir selbst. Völlig ermüdet, mit Schlieren auf den Schultern und Verhärtungen in allen feststellbaren Muskeln kamen wir gegen 17:00 an der Iris Burn Hut an. Nach dem üblichen Hüttenprozedere bereiteten wir unser Essen zu, das wir ursprünglich auch für die Verpflegung des Folgetags vorgesehen hatten. Von dem Kilo Nudeln schafften es allerdings nur eine vernachlässigbare Menge in unsere Foodprep-Box. Unser letztes Essen. Das könnte heiter werden.


Angetrieben von der schier unendlichen Motivation unseres Tischnachbarn rafften wir uns anschließend tatsächlich noch auf, um die halbstündige Wanderung zu den Iris Burn Falls zu machen. Der Ausflug lohnte sich!
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Tag #3

Iris Burn Hut – Kepler Parkplatz: 31,7km – 8 Stunden

Am Rande der Erschöpfung ... und darüber hinaus!

Da muss sich jetzt ein Tippfehler eingeschlichen haben oder? 32,7 Kilometer? Leider kein Tippfehler, sondern die schmerzhafte Wahrheit. Der Kepler Track wird normalerweise an vier Tagen bewältigt. Da die letzten 20 Kilometer aber hauptsächlich in der Waagerechten stattfinden, hatte uns die Dame in der i-Site in Dunedin empfohlen, die letzte Hütte zu skippen. Wir hatten den Moment in Christoph’s Euphorie wohl irgendwie versäumt, an dem wir hier vehement den Kopf hätten schütteln müssen.

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Diesmal gehörten wir zur Vorhut, als wir um kurz nach 8:00 die Hütte zum Finale verließen. Der Weg begann moderat, wurde dann aber immer wieder durch kürzere Anstiege und Abgänge unterbrochen, die sich merklich auf unsere Körper und die darin verpackte Stimmung niederschlugen. Die ersten acht Kilometer legten wir in persönlicher Rekordzeit zurück (etwa 2h). Danach bauten wir massiv ab.

Die Füße schmerzten bei jedem Schritt. Ging es bergauf, stachen die Oberschenkel. Ging es bergab, riefen die Knie um Hilfe. Was klingt, wie die Leidensgeschichte eines Rentners, war das Ergebnis aus zwei Tagen anstrengenden Track in Kombination mit massivem Gewicht in den Rucksäcken. Auch ein weiteres Problem ließ sich nur die ersten Stunden unterdrücken: Unser Hunger. Für den Marsch hatten wir neben der angesprochenen Kinderportion vom Vortag noch exakt drei Würstchen und vier Packungen Kaugummis zur Verfügung. Nicht gerade Chartstürmer auf der Liste der Energielieferanten.
Nach vier Stunden erreichten wir die Hütte, die wir geskippt hatten. Nach einer kurzen Pause und der Gewissheit, nun die Hälfte der Tagesstrecke zurückgelegt zu haben, ging es weiter. Wir wurden immer langsamer. Die Trinkpausen häuften sich. Wir verschlissen Kaugummis in rauen Mengen. Die wenigen Sekunden der Zuckerzufuhr hielten unsere Beine am Laufen.


Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichten wir die Küste des Lake Manapouri. Von hier aus fehlten uns noch etwa 11 Kilometer bis zum Ziel.
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Nach weiteren vier Kilometern kamen wir am Rainbow Reach an, dem zweiten Parkplatz des Kepler Tracks. Von hier aus hätte man einen Shuttlebus für die übrigen 10 Kilometer bis zum Kepler Parkplatz nehmen können. Ein letzter kurzer Motivationsschub in uns verhinderte das aber und wir marschierten über die Brücke. Auf unsere letzten zehn Kilometer!

Einige Meter später hielten wir an. Jeder Muskel in uns wehrte sich gegen jeden weiteren Schritt. Unsere Blicke sagten uns gegenseitig: Es reicht!

Es war an der Zeit, das erste Mal den Daumen auszustrecken, um eine kostenlose Mitfahrgelegenheit an Land zu ziehen. Wer sagt’s denn. Das erste Auto, das unseren Daumen passierte, stoppte sofort und packte uns ein. Es war das Gefühl völliger Erleichterung, das sich in uns breitmachte.

Wenige Minuten später kamen wir bei Samweiß an. Hier schloss sich der Kreis wieder. Es war vollbracht. Wir hatten die längste und härteste Wanderung unseres Lebens gemeistert. Auch wenn diese aus einem Missverständnis geboren wurde, auch, wenn wir die letzten 10 Kilometer nicht mehr gelaufen sind, so fühlte es sich dennoch verdammt gut an!

12 Comments

  1. Monika Lung sagt:

    Respekt !!! ❤
    Eine sensationelle Erfahrung und traumhaft schöne Fotos..Was machen Nira’s Füsse..aber haben ihre Schuhe das verkraftet ?

  2. Stephan Hartner sagt:

    Beeindruckend und großen Respekt…?? Ein Gefühl von absoluter Freiheit muss das sein wenn man die Bilder so sieht! Geniest jeden Moment und wir sehen uns im Sommer ?✋?

    • Christoph sagt:

      Servus Steph,
      Schön, dass die Bilder diesen Eindruck transportieren können. So hart es auch für uns war, so sehr hat es sich dennoch gelohnt! Es war der Wahnsinn! Jou, wir sehen uns ?✌?
      Grüße Nira & Christoph

  3. Sabine Reichel sagt:

    Hut ab…ich kann total nach vollziehen, was euch an eurem Körper alles weh getan hat……erinnert mich eure Schilderung doch etwas an meine 5 tägige Dachsteinrundwanderung……ICH hatte aber Wanderschaft 😉
    Wieder supertolle Bilder ???….habt ihr trotz Missverständniss gut gemeistert!

    • Christoph sagt:

      Hey Sabine,
      das klingt echt mindestens genau so hart ? Danke für deine Worte. Wir sind echt froh, es durchgezogen zu haben, denn, wenn man es erst mal geschafft hat, ist es ein fantastisches Gefühl 🙂
      Grüße
      Nira & Christoph

  4. Also wir wollen den jetzt trotzdem auch laufen 😉
    Missverständnisse gab´s bei uns auch schon und meistens wird was cooles daraus!
    Top Bilder mal wieder.
    Viele Grüße von
    Mel

    • Christoph sagt:

      Hey Mel,
      Gute Entscheidung. Vllt schaut ihr, ob ihr die letzte Hütte nicht doch mitnehmt ? Es ist zwar möglich, aber wirklich hart 😛
      Danke für deine Worte und viel Spaß auf eurem Track!
      Grüße
      Nira & Christoph

  5. Diandra sagt:

    Wow, wirklich fantastisch und eine großartige Leistung! 🙂 Ich habe letztes Jahr auch überlegt, einen der Great Walks zu machen (und mein Fitnesslevel ist gefühlt bei -10 :D), aber als ich da war, waren die Hütten alle schon restlos ausgebucht und es wurde nichts mit den Great Walks. Stattdessen habe ich aber andere tolle Wanderungen gebracht, die mich teilweise auch echt an die Grenzen brachten. Die längste Strecke waren etwa 22km.

    Aber die Bilder vom Kepler Track sind wirklich einmalig. Steht dann beim nächsten Neuseeland Besuch auf der Liste. 🙂

    Liebe Grüße
    Diandra von http://www.bakingavenue.com

    • Christoph sagt:

      Hey Diandra,
      auch die kürzeren Tracks in Neuseeland sind total schön. Davon haben wir auch schon einige hinter uns. Wir sind echt keine Wanderer, aber uns hat echt ein wenig die Wanderlust gepackt! Steht der nächste Neuseelandbesuch denn schon fest?
      Grüße
      Nira & Christoph

  6. Franziska sagt:

    Hallo ihr Zwei,
    wirklich tolle Bilder und toll zu lesen wie das alles so abgelaufen ist bei euch. Macht wirklich Lust, das selbst mal zu machen. Nur eine Frage hätte ich: Wie habt ihr das mit dem Wasser gemacht?! Konnte man zwischendurch immer mal die Flaschen auffüllen?! Man braucht ja sicherlich ordentlich an Litern… 😉
    Grüße,
    Franziska

    • Christoph sagt:

      Hey Franziska,
      vielen Dank für deine Worte. Der Kepler Track war eine Wahnsinnserfahrung. Sehr zu empfehlen ?
      Wasser ist absolut kein Problem. Wir hatten jeder 1,5l dabei. Jede Hütte hat super reines Trinkwasser ??
      Grüße
      Nira & Christoph

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