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Erschütterung und Enttäuschung in Kaikoura
29. März 2017
Weltreise_Backpacking_Neuseeland_Wellington
Die coolste kleine Hauptstadt der Welt – Wellington
5. April 2017
Die letzten Tage waren wirklich enttäuschend. Umso mehr war es jetzt wieder an der Zeit für bessere Zeiten. Wir hatten ja keine Wahl. Von Kaikoura ging es auf dem uns wohlbekannten Weg zurück Richtung Westküste. Wie schon am Tag zuvor zog sich der Weg wie ein Kaugummi. Endlose Straßen über Hügel und Täler.

Nach 2,5h bogen wir endlich auf neue Wege ab. Nun ging es Richtung Norden nach Murchison. Der Regen begleitete uns immer noch treu wie ein alter Hund. Nachdem wir uns aber damit abgefunden hatten, keine Wale in Neuseeland zu sehen, hatte uns die Aufbruchsstimmung gepackt. Wir wollten unsere letzten Tage auf der Südinsel nicht damit verbringen, uns vom Wetter oder entgangenen Abenteuer runterziehen zu lassen.


Maruia Falls

Obwohl es regnete, stoppten wir wenige Kilometer vor Murchison an den Maruia Falls. Wasserfälle sind super anzuschauen, besonders an Regentagen. Ein erster Schritt also, um Neuseeland wieder einmal genießen zu können.
Wir rissen anschließend die gesamten 450 Kilometer von Kaikoura nach Richmond ab. Einfach, um auch mal wieder anzukommen und nicht den nächsten Tag wieder mit einer langen Autofahrt beginnen zu müssen. Bevor wir Samweiß am Edward Beigant Freecamp nahe Richmond parkten, ging es für uns noch zu Pak’N’Save. Den Abend und die Nacht hindurch regnete es so heftig, wie wir es noch nicht erlebt hatten in Neuseeland. Und selbst am darauffolgenden Morgen ergoss sich der Himmel weiter über uns.


Regentag in Nelson

Wunderbare Voraussetzungen, um nach Nelson zu fahren und den Tag dort bei einem gemütlichen Kaffee im Trockenen und mit Anschluss an das World Wide Web zu verbringen. Klingt überhaupt nicht spannend, war es auch nicht. Dafür aber super entspannt und produktiv.


Schon am frühen Nachmittag fuhren wir an den Hafen von Nelson. Dort hat die Stadt auf einer großen Schotterfläche eine Campingzone eingerichtet. For Free wohlgemerkt. Umgeben von kleinen und großen Schiffen. Und mit Wifi!


Abel-Tasman-Nationalpark

Wir konnten unseren Augen kaum trauen, als wir jene am nächsten Morgen öffneten. Die Sonne. Trotz schlechter Wettervorhersage hatte sich die Sonne endlich einmal wieder zum Vorbeischauen überzeugen lassen. Es ist kaum in Worte zu fassen, wie viel besser man in den Tag startet, wenn einem früh die Sonne ins Gesicht strahlt.


Richtiggehend angeknipst hatten wir „absolut Bock“ endlich einmal wieder etwas zu unternehmen. Nach unserem Neuseeland-Frühstück (Haferflocken mit Marmelade, Banane und Zimt) ging es nach Motueka, nördlich von Nelson an der Küste gelegen. In der Bucht von Motueka liegt ein altes Schiffswrack, mit dessen Geschichte und Herkunft wir nun wirklich – mit Verlaub – niemanden langweilen wollen. Vielmehr haben wir uns dort ein wenig ausgetobt mit der Kamera.
Weltreise_Backpacking_Neuseeland_Nelson
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Es regnete nicht nur nicht, es war sogar wunderschön und richtig warm. Für uns ging es weiter in den Norden Richtung Abel-Tasman-Nationalpark. Die Region ist bekannt für seine spektakulären Küsten-Wanderwege. Auch einer der „Great Walks“ kann hier absolviert werden. Wir stoppten einige Minuten später am Hawkes Lookout, von wo man eine tolle Aussicht auf Motueka und Nelson haben kann.

Das reinste Wasser der Welt – Te Waikoropupu Springs

Wir drangen über Passstraßen später weiter in den Nationalpark vor. Ein Ziel hatten wir uns noch ins Auge gefasst, das aber etwas weiter entfernt lag. Die Quellen von Te Waikoropupu. Ihr Wasser gilt als das klarste und reinste Wasser der Welt. Am Parkplatz angekommen und als ich gerade nicht zugegen war, machte Nira eine ganz besondere Entdeckung. Ein Kiwi kam wie selbstverständlich bei Nira vorbei. In all der Aufregung gelang es ihr sogar, den kleinen Piep Matz zu fotografieren.
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Na? Wer hat den Fehler entdeckt? Richtig, der Kiwi war gar kein Kiwi. Kiwis sieht man nur ganz selten. Noch dazu sind sie nachtaktiv und relativ scheu. Obwohl alle Fakten gegen Nira’s Beobachtung sprachen, war sie dennoch felsenfest davon überzeugt, einen Kiwi gesehen zu haben. Die Erkenntnis sollte aber später noch folgen. Vom Parkplatz zu den Quellen sind es keine 20 Minuten. Der Weg führt durch ein sehr schönes und gepflegtes Areal. Es plätschert überall und die Vögel – darunter sicherlich auch der Fake-Kiwi von vorhin – zwitscherten munter.


Dann kamen wir am Te Waikoropupu an. Wir haben das ja schon oft gesagt, aber das Wasser hier war wirklich blauer als blau. Noch dazu blubberte es allen Ortes und der Sand tanzte auf dem Grund.
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Wir konnten uns kaum satt sehen an diesem Anblick. Schön war, dass wir fast allein waren an diesem magischen Ort.
Nach einem kurzen Lunch auf dem Parkplatz ging es zurück Richtung Nelson. Da war ja noch das Kiwi-Rätsel, das es zu lösen galt. In Motueka steht der größte permanente Kiwi. Weder lebendig noch lebensgroß, aber immerhin so detailgetreu, dass jetzt auch Nira einsah, einige Stunden zuvor KEINEN Kiwi gesehen zu haben.
Samweiß steuerten wir auch an diesem Abend wieder an den Hafen von Nelson, wo wir nach einem kurzen Spaziergang am Pier auch wieder übernachteten. Nach den vergangenen Tagen war dies der perfekte Tag für uns gewesen.
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Die Zeit ist reif - Fahrt nach Picton

Unsere Tage auf der Südinsel sind gezählt. Unsere Fähre würde in 24h von Picton aus nach Wellington ablegen. Für den letzten, vollen Tag auf der Südinsel ging es für uns bei herrlichem Sonnenschein also von Nelson nach Picton, einer kleinen Hafenstadt ganz oben im Norden. Natürlich konnten wir den Süden nicht verlassen, ohne noch einmal eine gehörige Passstraße absolviert zu haben.
Weltreise_Backpacking_Neuseeland_Picton
Kurz vor Picton befindet sich Marlborough Sound. Ebenfalls ein Fjordland wie Milford Sound, allerdings viel kleiner und flacher, aber keinesfalls weniger beeindruckend. Das Wasser strahlte in seinen schönsten Farben. Wir haben dieses schöne Naturereignis diesmal aus einer ganz anderen Perspektive eingefangen.
Picton ist ein wirklich wunderschönes, kleines, gemütliches Örtchen an der Cook-Straße, der Wasserstraße zwischen Nord und Südinsel. Unsere Fähre haben wir auch direkt gesehen. Hier würden wir das Kapitel „Südinsel“ also in einigen Stunden zuklappen. Wir genossen die Sonnenstrahlen am Hafen von Picton. Hier haben wir Stunden verbracht, in der Sonne liegend und natürlich endlich einmal wieder Quatsch machend.
Weltreise_Backpacking_Neuseeland_Picton
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Wir haben nun 36 Tage auf der Südinsel verbracht. Es waren Tage voller Höhen und einiger Tiefen. Emotional, aber auch geografisch gesehen. Die Südinsel Neuseelands ist ein vielseitiges, wechselhaftes, wunderschönes Fleckchen Erde. Die Natur, die Luft, das Wasser und die Berge sind atemberaubend. Knapp über 5.000 Kilometer sind wir hier mit Samweiß durch Berge und Täler gecruised. Einen erheblichen Anteil davon ja bekanntermaßen erst einige Tage zuvor...

Trotzdem freuen wir uns jetzt riesig auf die Nordinsel! Die Südinsel ist landschaftlich einzigartig. Sehr viele behaupten, sie sei sogar deutlich schöner als die Nordinsel. Unser Entdeckungsdrang ist geweckt. Davon werden wir uns jetzt selbst überzeugen. Außerdem ist uns beim Reisen vor allem das Kennenlernen von Geschichte, Kultur und Menschen besonders wichtig. Da der Großteil der Menschen in Neuseeland auf der Nordinsel lebt, scheint sie der perfekte Ort dafür zu sein.

Wir haben Vieles vor. Einiges davon könnte durchaus überraschend werden. Und das vielleicht eher, als man denkt! Stay tuned!

7 Comments

  1. Monika Lung sagt:

    Ich hoffe, ihr habt euch inzwischen von der Überfahrt erholt.. ?
    Und wünsche euch eine weitere spannende und Ereignis reiche Zeit auf der Südinsel! Ich freu mich schon auf die nächsten Episoden und die genialen Fotos..und deinen/euren außergewöhnlich unterhaltsamen und informativen Schreibstil ☀☀?…

  2. Monika Lung sagt:

    Ich meinte natürlich auf der Nordinsel…?

  3. Christian sagt:

    Nach der oft aufREGENden Zeit im Süden nun also ab in den Norden… Sicherlich können wir wieder eines erwarten: Wunderschöne Bilder, wunderschöne Gedanken in wunderschön geschriebenen Worten…
    Vom heutigen bleibt mir im Kopf, dieses herrlich klare blaue Wasser… …und im Sinn diese herrlich feine blaue Zeile „…der Sand tanzte auf dem Grund“… …herrlich <3

    Btw.: Nira, herrliche Körperspannung… …und dieser Vogel (…nein nein, ich meine jetzt nicht Christoph) geht auch für mich erstmal locker als Kiwi durch 😉

    Gute Reise weiterhin & VLG, Christian

    • Christoph sagt:

      Christian ganz ehrlich, du bist der absolute Hammer ??
      Wenn du annähernd so viel Spaß beim Lesen unserer Blogbeiträge hast, wie wir beim Lesen deiner Kommentare, dann ???
      Das ist der reinste Augenschmauss 🙂
      Danke danke danke
      Liebe Grüße
      Nira & Christoph

  4. Ohhh Nira wie herrlich, den „Fake-Kiwi“ hab ich auch gestern gefunden und war ebenfalls eine Stunde lang felsenfest davon überzeugt, dass ich Glückspilz tatsächlich das Glück hatte, einen Kiwi in freier Natur vor die Linse bekommen zu haben. 🙂 Haha, aber Martin, der alte Biologe, hat dann nur trocken zu meinen Kiwi-Foto gesagt, dass das eine Art Huhn sei (ein Maori-Huhn :-)) und warum ich denn so aus dem Häuschen sei…Pfffff….
    Toller Beitrage mal wieder! Habt noch ganz viel Spaß und rockt die Nordinsel ordentlich!
    LG, Berit & Martin

    • Christoph sagt:

      Leute wie geil ist das denn ???? absolute LachAttacke!
      Euch weiter viel Erfolg bei der Suche nach dem kleinen Kiwi und viel Spaß auf der Südinsel ??
      Grüße
      Nira & Christoph

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