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Man soll ja immer vorsichtig sein mit Superlativen, die man auf Reisen so um sich wirft. Schönster Strand ever. Schönste Stadt ever.

Wir sind uns aber ganz sicher: Den schönsten Abend auf unserem Roadtrip durch Neuseeland haben wir beim Sonnenuntergang am Cathedral Cove erlebt. Doch nicht nur dieser eine Abend war wunderschön, die gesamte Zeit auf der Halbinsel Coromandel hat sich das Prädikat „herausragend“ mehr als verdient.

Karangahake Gorge

Wir hatten Hobbiton gerade hinter uns gelassen, da stoppten wir spontan am Karangahake Gorge. Von hier aus kann man einige wirklich gute Hikes machen, einer davon sogar durch eine ehemalige Goldmine. Laufen durch eine Goldmine? Wenn das mal kein Grund war, Samweiß eine Pause am Parkplatz zu gönnen, die Schuhe festzuschnüren und auf Entdeckungstour zu gehen.
Coromandel 1
Unser erster Weg führte uns an einen kilometerlangen Tunnel. Keine Schienen auf dem Boden, keine Reste aus Zeiten des Bergbaus. Das mutete irgendwie gar nicht Goldminen-Like an. Es war eiskalt in der Unterführung, wir wurden sogar von Fahrrädern überholt und es tropfte von der Decke. Das ist doch keine Goldmine oder? Nein, das war keine Goldmine, sondern einer der ersten Tunnel, die gebaut wurde, um das Gold aus der Mine an die Straße zu transportieren. Na immerhin waren wir nicht ganz
Neuer Anlauf. Fünf Kilometer waren wir also erst einmal „umsonst“ marschiert. Diesmal setzten wir den Blinker an der richtigen Kreuzung in die richtige Richtung und ja, diesmal sah es schon deutlicher nach Mine aus. Ein Spielplatz für Goldsucher wie Nira und mich.

Der Weg, der sog. „Window Walkway“ führte tatsächlich durch einen alten Schacht, der früher von Goldgräbern in der Mine genutzt wurde. Kleine „Fenster“ in den massiven Felsen spendeten uns zumindest etwas Licht. Der Ausblick aus einer der Spalten war wirklich beeindruckend.
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Check. Goldmine gefunden. Richtigen Weg gelaufen. Hat sich definitiv gelohnt. Der Track ist nur etwa 3 Kilometer lang und führt entlang an einer wunderschönen Kulisse aus Historie und Natur.

Owharoa Falls

Manchmal entscheiden echt Augenblicke. Ein Schild am Straßenrand. Eine spontane Entscheidung und schon standen wir vor den eindrucksvollen Owharoa Falls, die nur wenige Minuten vom Parkplatz des Karangahake Gorge entfernt liegen. Das sollte man sich wirklich nicht entgehen lassen, wenn man sich eh in der Gegend herumtreibt. Beweis gefällig?

Sonnenuntergang am Cathedral Cove

Es war schon später am Nachmittag, aber unser ganz spezielles Ziel hatten wir noch nicht erreicht. Unbedingt wollten wir zum Sonnenuntergang am Cathedral Cove sein. Eigentlich ist der Ort bekannt dafür, von Menschenmassen heimgesucht zu werden. Alle wollen dieses eine Foto schießen. Wir wollten hauptsächlich den Moment zum Untergang der Sonne genießen. Logo, ein Foto sollte auch drin sein.

Die Ernüchterung gab es dann fast direkt bei unserer Ankunft: „Cathedral Cove closed“. What? Ernsthaft jetzt? Der Weg ist offen, der Abstieg aber wohl gesperrt. Alles etwas undurchsichtig, also stiegen wir die drei Kilometer zum Strand erst einmal hinab. Dann die Offenbarung.
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Zu gefährlich... Plötzlich sahen wir hinter der Absperrung Menschen in unsere Richtung laufen. Völlig entspannt und so gar nicht gefährdet. Schnell war klar: Auf dem letzten Abstieg fehlen die letzten fünf Stufen zum Strand. Betreten auf eigene Gefahr. Das ist ein Deal. Damit können wir leben und zum Glück haben wir uns auch von diesem Schild nicht abhalten lassen. Es war gigantisch!


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Ja, es gibt Dinge, da fehlen auch mir die Worte. Es war gar nicht nur der wunderschöne Sonnenuntergang, der den Himmel in alle Farben einfärbte. Die ganze Atmosphäre war einfach wahnsinnig. Achso ja und Menschenmassen? Die gab es nicht. Sicherlich auch wegen dem fiesen grüngelben Warnhinweis. So konnten wir den Moment in vollen Zügen genießen, fast alleine.

Bevor es stockdunkel war, kamen wir wieder bei Samweiß an, sprangen ins Auto und fuhren nach Ngatea, wo es in und um Coromandel das einzige Freecamp vor einer Bibliothek gab.


An der Westküste nach Coromandel City

Nachdem uns die Ostküste Coromandels schon mehr als überzeugt hat, nahmen wir uns für den nächsten Tag gleich auch die Westküste vor. Über den Pacific Coast Highway ging es direkt an der Küste über Thames in den Norden der Halbinsel bis hinauf nach Coromandel City. Der Weg ist gepflastert mit Aussichtspunkten und Genießer-Landschaften. Eigentlich hatten wir uns für den Nachmittag noch den Pinnacles Walk auf ein Zettelchen geschrieben, an dessen Ende man einen herrlichen Ausblick über Coromandel haben soll.
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Wer uns schon eine Weile verfolgt, der weiß, dass uns auch ein guter Cappuccino in einem schönen Café einen richtig guten Tag bescheren kann. Den haben wir uns in Coromandel City auch wirklich verdient. Zuvor stiegen wir völlig unvorbereitet mit FlipFlpops und Birkis wie die Berggorillas auf einen Aussichtspunkt, der seinen Namen redlich verdient hat. Der Pa Lookout.
Da unser Kaffeegenuss auch schon mal einige Minuten mehr in Anspruch nehmen kann, in denen wir über unsere Reise sinnieren und uns einfach nur über Erlebnisse unterhalten, blieb von unserem Nachmittag nur noch ein überschaubares Zeitfenster übrig. Pinnacles Walk hin oder her. Den haben wir dann gepflegt ausgelassen.


Fazit

Coromandel Peninsula ist ein traumhaftes Fleckchen Erde. Wir sind wirklich froh und auch gleichzeitig dankbar, dass wir trotz Zyklon, Erdrutschen und Straßensperren noch die Gelegenheit bekommen haben, bei herrlichen Bedingungen eine von Neuseelands schönsten Küsten befahren haben zu dürfen. Die Atmosphäre am Cathedral Cove war magisch. Es war definitiv der schönste Abend unserer Reise durch Neuseeland. Es fällt etwas schwer, das in Worte zu fassen, weil es einfach die Stimmung aus Ruhe, der untergehenden Sonne, der Natur und des Meeres war, die den Moment so besonders gemacht haben. Ein Glück mussten wir bei diesem Augenblick nicht ständig unseren Sitzplatz ändern, um niemandem vor der Kameralinse zu sitzen.


Es gibt übrigens ganz besondere Neuigkeiten für die letzten Tage in Neuseeland. Was es damit auf sich hat und welche Rolle Samweiß dabei spielt, erfahrt ihr in unserem nächsten Beitrag. Stay tuned!

6 Comments

  1. Moni sagt:

    ❤❤ fantastisch..wundervoll…diese atemberaubenden Fotos und Geschichten..ohne Worte
    Sie kommen hier genau so an wie ihr es erlebt…also bei mir jedenfalls..?

  2. hallo ihr lieben:) ja coromandel ist wirklich was ganz besonderes…das hat mir unter anderem in neuseeland auch am besten gefallen:) aber ihr könnt alles weitere auf meinem blog lebenslichtpfade.wordpress.com (über neuseeland) nachlesen sowie auf reisezuuns.wordpress.com (über thailand und philippinen)…ich freue mich auf euch..eine gute weiterreise.

    alles liebe lisa

    • Christoph sagt:

      Hallo Lisa,
      Danke für die Tipps 🙂 schön, dass es dir auch so gut in coromandel gefallen hat! Da schauen wir bestimmt noch vorbei, die Philippinen schleichen sich auch immer wieder in unsere Route
      Grüße
      Nira & Christoph

  3. Omi sagt:

    Hallo ihr zwei..wunderschöne fotos und Erlebnisse habt ihr uns da geschickt…ich komme ins schwärmen und freue mich auf eurer Reise dabei zu sein…
    In Taiwan war ich auch noch nie..ich komme MIT :)) liebe grüsse Omi

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