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Unser Flieger schwankte ordentlich, als Flug AK 170 von Air Asia mit uns an Bord zum Landeanflug auf Kaohsiung ansetzte. Nach 28 Stunden Stopover in Kuala Lumpur und einer äußerst unentspannten Nacht hätte es gerne etwas weniger turbulent sein dürfen. Aber so waren wir wenigstens hellwach und startklar für unser neues Abenteuer, Taiwan!


Wie schön ist Kaohsiung denn bitte?

Der Flughafen in Taiwans zweitgrößter Stadt ist absolut überschaubar. Aber trotzdem bekamen wir hier schnell einen Einblick, wie das hier in Taiwan wohl laufen wird: Kaum jemand spricht Englisch. Speisekarten, Straßenschilder, Aushänge sind voller chinesischer Schriftzeichen.

Den Wegweiser zur Metro haben wir trotz allem schnell gefunden und so machten wir uns auf den Weg vom Flughafen in die Innenstadt. Maps.Me sei Dank wussten wir zumindest, an welcher Haltestelle wir aussteigen mussten.


Am Central Park angekommen, fuhren wir auf der Rolltreppe in Richtung Tageslicht. Voller Neugierde was uns da erwarten wird. Oben angekommen standen wir inmitten einer schönen, sauberen, ruhigen und gepflegten Einkaufsstraße, die geradewegs auf einen riesigen Park zulief, dem Central Park. Gleich schräg auf der anderen Straßenseite haben wir es gefunden, unser Hostel, das Backpackers Inn*.


Der erste Eindruck

Wir haben beide schnell ein erstes Bauchgefühl, wie uns ein Ort taugt. Hier in Kaohsiung fühlten wir uns sofort pudelwohl.
Es herrscht nicht annähernd der Verkehr, wie wir ihn aus Großstädten wie Bangkok, Singapur, Kuala Lumpur oder Saigon kennen. Die Straßen sind sauber und ordentlich, kein Gestank. Wir nahmen kaum Touristen wahr.

Selbst in unserem Hostel waren wir – neben ganz vielen chinesischen Reisenden – offenbar die einzigen Europäer. Auch mal eine interessante Erfahrung.
Wir lernen Städte immer am liebsten nach dem Motto „Einfach drauf los“ kennen. Da haben wir auch in einer unbekannten Welt wie Taiwan keine Ausnahme gemacht. Das wir eigentlich total fertig von der dreitägigen Anreise waren, haben wir erstmal total vergessen. Die ersten Eindrücke waren so positiv, dass wir sofort unsere Umgebung entdecken wollten. Am Abend öffnet ein kleiner Night Market in der Parallelstraße, den wir auch erst einmal unsicher gemacht haben. Was essen und trinken die Menschen hier? Welche Traditionen gibt es? Was kann man hier alles anschauen? In diesem Moment hätten wir am Liebsten das ganze Land auf der Stelle kennenlernen wollten, so groß war unsere Neugier und Wissenslust. Dann hat sich aber doch irgendwann die Anreise bemerkbar gemacht und wir fielen glücklich ins Bett. Voller Vorfreude auf das, was noch kommt.

Taoismus am Lotus Pond

In den neuen Tag starteten wir mit einem leckeren Blaubeer-Bagel an der Bingo-Bar, die direkt an das Backpackers Inn angeschlossen ist. Aushänge im Hostel studiert, mit Händen und Füßen beim Personal durchgefragt und dann raus in die Stadt. Ich will es nicht Plan nennen, denn das wäre wirklich zu viel, aber wir hatten eine grobe Idee, wohin wir an diesem Tag wollten. Mitten in der Stadt gibt es einen großen See, den Lotus Pond, um den herum sich einiges sehenswertes abspielt. Vom Central Park aus waren es nur wenige Minuten mit der Metro.
Weltreise_Backpacking_Taiwan_Kaohsiung
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Alle paar Meter um den See herum steht eine andere Pagode oder ein anderer Tempel. Manche stehen sogar direkt auf dem Wasser. Das meiste Interesse wecken aber besonders zwei Pagoden bzw. Pavillions:

Frühling und Herbst-Pagode

Umgeben von Lotusblüten, Schildkröten und natürlich Touristen liegt der „Spring and Autumn“ Pavillion etwa auf der Mitte der Westküste des Lotus Ponds. Eine etwas kitschige Felsformation mit allerlei Tierabbildungen wird hier umgeben von einem riesigen, bunten Drachen. Der Eingang zum Pavillon führt dabei durch den Körper des Drachens, an dessen Magenwänden – wenn man es so will – die Lebensgeschichte Buddhas ein wenig wie in einem Comic aufgezeichnet ist.
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Drachen und Tiger Pagode

Die Idee mit dem Drachen und dem Eingang durch das Maul kam offenbar auch beim Bau des zweiten bekannten Tempels am Lotus Pond gut an. Und weil das so cool aussieht, hat man das Konzept gleich noch um einen Tiger erweitert. Es soll Glück bringen, wenn man durch den Drachen hinein und durch den Tiger hinausläuft. Eine richtig schöne Aussicht über den See hat man in einem der beiden siebenstöckigen Pavillons.


Weltreise_Backpacking_Taiwan_Kaohsiung
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Wir haben anschließend noch ein wenig die Gegend um den Lotus Pond erkundet und waren wieder begeistert, wie schön sauber und entspannt sich uns Taiwan präsentiert. Dass wir ununterbrochen interessierte Blicke auf uns gelenkt haben, war ebenfalls wieder ein Zeichen dafür, dass westliche Touristen eher die Ausnahme sind in Taiwan.
Weltreise_Backpacking_Taiwan_Kaohsiung
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Dome of Light – wieder ein Superlativ

Etwas überrascht wurden wir von einem der großen Sehenswürdigkeiten in Kaohsiung. So ist das manchmal, wenn man etwas planlos durch die Welt reist. Da denkt man an Nichts und steht plötzlich mittendrin. So erging es uns, als wir aus der Metro am Formosa Boulevard ausstiegen und auf einmal unter dem gläsernen Himmel des „Dome of Light“ standen. Dieses Kunstwerk mit seinen 4.500 Glasteilen ist die größte Glasarbeit der Welt. Immer diese unerwarteten Superlative.

Der Dome steht mitten in der Eingangshalle der Station. Nicht zu übersehen.

Liuhe Night Market – Bunt, Lecker und Skurril

Wir haben noch ein bisschen im Central Park gechillt, bevor wir am Abend auf den Liuhe Night Market geschlendert sind. Totaaaal Skurril, bunt, schrill und voll war es dort. Neben dem üblichen Streetfood gab es gefüllte Oktopusse, Schlangenblut und stinkenden Tofu, eines von Taiwans Nationalgerichten. An Letzteres haben wir uns herangewagt, der Rest war uns dann doch etwas zu abgefahren.

„Daheim“ angekommen haben wir dann auch mal festgestellt, dass unser Hostel eine richtig coole Dachterrasse besitzt. Optimal. Bierchen geholt, Chips aufgerissen und noch ein paar entspannte Augenblicke über den Dächern Kaohsiungs verbracht.

Cijin-Island - Nah am Wasser gebaut

Der nächste Tag stand ganz im Zeichen langer Fußmärsche und ganz viel Wasser. Nach dem Frühstück und mit unserem geliebten Vanilla Coffee bewappnet ging es die 3,5km bis zum Hafen von Kaohsiung. Von hier aus Fährt eine Fähre (40NTB/Person) auf die vorgelagerte Halbinsel Cijin Island.

Hier gibt es frischen Fisch, Streetfood und direkten Zugang zum Meer. Das besondere hier ist der Sand am Strand. Der ist nämlich dunkelgrau bis schwarz.
Weltreise_Backpacking_Taiwan_Kaohsiung
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Cijin Island ist wirklich einen Ausflug wert. Du kannst hier problemlos den ganzen Tag verbringen. Es ist total gemütlich hier, die Aussicht vom alten Fort ist spektakulär und auch das Streetfood in den Gassen der Siedlung ist lecker. Deswegen sind wir auch erst am späten Nachmittag wieder in Richtung Innenstadt gelaufen.
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Abends am Liebesfluss

Pünktlich zum Sonnenuntergang waren wir aber an der Promenade des Love Rivers unterwegs. Auch hier wieder: Super sauber, super entspannt. Kein Dreck im Wasser, am Straßenrand und das obwohl Mülleimer in Kaohsiung eine echte Seltenheit sind. Es scheint trotzdem irgendwie zu klappen.

Wenn es dunkel ist, erstrahlt der Fluss in allen möglichen Farben. Dann nämlich gehen am Ufer die bunten Lichter an. Richtig schön. Wir haben gehört, dass auch die Live Musik in den Bars am Fluss wirklich cool sein soll, das was wir gehört haben war aber eher aus der Kategorie "Also wenn Du bei mir im Keller singen würdest, würden die Kartoffeln freiwillig geschält nach oben kommen." (Zitat Dieter Bohlen).

Danke Kaohsiung

Auf unserer Dachterrasse ließen wir unsere ersten Tage in Taiwan bei einem Bier und einer Partie Jenga noch einmal gedanklich an uns vorbeiziehen.

Wir sind so glücklich hier zu sein! Wir sind in einer völlig neuen Welt gelandet und freuen uns auf die Herausforderung, diese Welt zu erkunden.

Voller Spannung sind wir nach Taiwan gekommen, voller Neugierde und Vorfreude sitzen wir jetzt hier. Kaohsiung war der perfekte Einstieg in dieses unbekannte Taiwan.

Auch wenn wir die Schriftzeichen nicht lesen können und kaum jemand unsere Sprache spricht, sind wir auch an den ersten Tagen immer an unser Ziel gekommen, sind immer satt geworden und haben immer ein Lächeln erhalten.

Kaohsiung ist eine tolle, saubere, aufregende und schöne Stadt. Wir hoffen, sie steht stellvertretend für alle Städte Taiwans, aber auch hier werden wir uns wieder überraschen lassen.


Das muss aber noch eine Weile warten, denn unser nächster Stop ist eher ländlicher Natur. Es geht ganz runter in den Süden in den Kenting Nationalpark. Hier soll es wunderschöne Strände und gute Wanderwege geben. Wir sind gespannt, du auch? Stay tuned!

8 Comments

  1. Yasemin sagt:

    Freu mich auf die nächsten Einträge?

  2. Moni sagt:

    …also wenn d a s so weiter geht…….dann werde ich sowas von ernsthaft neidisch…
    ?

  3. Hey ihr beiden,

    da habt ihr euch aber auch einer der schönsten Städte in Taiwan als erstes Reiseziel ausgesucht. Genauso wie ihr war ich auch von dieser Stadt fasziniert. Überall die coolen Figuren, vor allem die im Art District am Hafen. Wirklich zum verlieben.

    Danke für die Erinnerung.
    Liebe Grüße
    Eve

    • Christoph sagt:

      Hey Eve,
      mittlerweile haben wir ja einige Städte in Taiwan besuchen dürfen und es bleibt dabei. Kaohsiung finden wir immer noch am schönsten. Am Hafen und rüber nach Cijin hat es uns auch am besten gefallen. Total bunt 🙂
      Unser Hostel lag direkt am Central Park das war auch perfekt. Gleich ein bisschen grün mitten in der Stadt.
      Gerne geschehen 😛
      Grüße
      Nira & Christoph

  4. Danke für Euren Lonk auf Facebook! Macht sehr viel Lust auf mehr, dieser Tag … ich bin gespannt!

    • Christoph sagt:

      Hallo Alexander,
      sehr sehr gerne. Vielen lieben Dank! Taiwan ist uns richtig ans Herz gewachsen, da hat es besonders Spaß gemacht, darüber zu schreiben 🙂
      Viele liebe Grüße
      Nira & Chris

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