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Nach vier entspannten Tagen auf der Isla Holbox ging es für uns zunächst nach Tulum. Tulum war nicht das erste Mal Ausgangspunkt unserer Reisen und sollte es auch nicht das letzte Mal sein.


Für uns hat es am meisten Sinn gemacht, dass wir uns in Tulum ein Auto mieten und es auch dort wieder zurückbringen. Dafür gibt es drei ganz einfache Gründe:


1. Der günstigste Mietwagenanbieter befand sich für diesen Zeitraum in Tulum

2. Der Preis für einen Mietwagen verdoppelt sich, wenn man das Auto an einem anderen Ort zurückgibt

3. Und das Wichtigste: Es sollte einige Tage später noch zu einem ganz besonderen Wiedersehen in Tulum kommen


Wir hatten ja schon in Playa del Carmen mal für ein paar Tage ein Auto gemietet und waren super zufrieden. Deswegen haben wir auch in Tulum wieder bei ALAMO einen kleinen Flitzer gemietet. Knapp 8,00 EUR pro Tag? Das ist ja günstiger als Bus fahren!


Mit dem kleinen ging es noch am selben Abend nach Valladolid, wo wir ja bereits auf der Durchreise nach Chichen Itza einen kleinen Stop eingelegt hatten. Wer sich nicht mehr an diesen Trip erinnert, der kann sich gerne noch einmal unseren Beitrag anschauen!

Wer lieber Video schaut, schaut am besten auf Youtube vorbei!

Der wohl schönste See der Welt


Von Valladolid aus haben wir uns einen Ausflug zu einem spektakulären Ort vorgenommen. Warst du schon mal an einem pinken See gestanden?


Nördlich von Valladolid in der Nähe von Rio Lagartos kannst du genau das. Hier befinden sich nämlich die Las Coloradas.

Was für ein unwirklicher Anblick.

Wenn wir Fotos von diesem Ort gesehen haben, dachten wir immer: Da muss doch jemand bei Photoshop ein bisschen den Farb-Regler in die falsche Richtung gezogen haben.


Nein, es ist real.


Hier ist alles rosarot.

Bezahlen muss man übrigens nicht, um zu den Seen zu gelangen.

Sowas gibt es auch noch.

Man sollte sich aber natürlich an die Regeln halten, die Schilder beachten und auch keinen körperlichen Kontakt mit dem rosanen Nass aufnehmen.


Zwar soll das Wasser nicht schädlich sein, aber wenn jeder hier seine Füße in das Gewässer tunkt, wechselt dieser seine Farbe möglicherweise irgendwann in käsefuß-gelb.


Wie kann das eigentlich sein?

Weltreise_Backpacking_Mexiko_Las_Coloradas
Die Frage haben wir uns nicht nur einmal gestellt. Warum ist dieser See Rosa? Handelt es sich um die künstliche Herbeiführung dieser Farbe oder was hat sich die Natur hier für einen Streich erlaubt? Wir sind auf Spurensuche gegangen.


Hier im See sorgen Mikroorganismen und Algen für die leuchtend rosane Farbe. Diese Kleinstlebewesen müssen Beta-Karotin produzieren, um in dem salzigen Wasser überleben zu können. Das Witzigste ist, dass Flamingos, die ja sowieso schon rosa sind, ein noch kräftiger leuchtendes Federkleid bekommen, wenn sie die Algen des Sees verspeisen.
Und Flamingos lieben das Zeug. Man findet hier hunderte von ihnen.


Fehlt eigentlich nur noch ein HelloKitty-Shop gleich am Ufer und Las Coloradas könnte zum Mekka der Pink-Szene erklärt werden.


Auch ohne das grinsende Kätzchen aus Asien ist der Spot vor allem für unsere Freunde aus dem fernen Osten ein gerne besuchter Ort. Wir haben uns die Kulisse gleich mit zwei Tour-Bussen geteilt und uns einmal mehr der kreativen Posen erfreut, die hier zur Schau gestellt wurden.


Da haben wir uns natürlich auch nicht zweimal bitten lassen.
Weltreise_Backpacking_Mexiko_Las_Coloradas
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Kleiner Tipp: Die Farben kommen bei richtig gutem Wetter am besten zur Geltung. Kurz nachdem wir uns für den Rückweg wieder ins Auto gesetzt hatten, schob sich eine dick, schwarze Regenwolke über die Las Coloradas und zack. Schon war es garnicht mehr sooo kunterbunt.
 
In unserem unaufhaltbaren Optimismus ging es trotz massivem Regeneinbruchs nach San Felipe in der Hoffnung: Wenn wir da ankommen, kommt die Sonne wieder heraus und wir können ins Meer hüpfen.

San Felipe liegt nur einige Kilometer von der Straße nach Valladolid entfernt, also kein großer Umweg. Leider wurde das Gewitter immer stärker und wir haben in San Felipe schließlich keinen Fuß vor unseren Flitzer gesetzt.


Back to Valladolid


Dann ging es zurück nach Valladolid. Für die Strecke von knapp 120km haben wir übrigens knapp zwei Stunden gebraucht.

Die Straßen sind in gutem Zustand, aber der Weg führt durch zahlreiche Orte und wer schon einmal in Mexiko mit dem Auto unterwegs war, der weiß, warum innerorts wirklich keiner zu schnell fährt. Das Zauberwort heißt Speed-Bumps!

Die Mexikaner gehen hier lieber gleich auf Nummer sicher und setzen richtige Berge aus Beton auf den Asphalt, damit auch wirklich niemand durch den Ort heizt.


In Valladolid angekommen hat es uns am Abend noch in die Casada de los Frailes gezogen. Die Straße ist wunderschön und beherbergt etliche kleine Cafés, Bars, Restaurants und die Läden kleiner Designer.

UND!

Hier befindet sich auch die Fabrica de Chocolate Artesanal Maya Chocol Haa – kurz gesagt also eine kleine Schokoladenfabrik. Hier gibt es echte yukatetische Schokolade. Von traditionell, mit Anis, Oregano oder Kaffee bis Chili ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Unser Favorit war der traditionelle Geschmack, Anis ging gar nicht.


Die Führung durch das kleine Museum ist kostenlos, die Schokoladenprobe ebenfalls und wer möchte, darf sich am Ende für 90-160 Peso (4,50 bis 8 EUR) eine Packung Maya-Schokolade mitnehmen. Man gönnt sich ja sonst nichts.


Übernachtet haben wir in Valladolid im Gayser Hostel*, einem modernen, neuen und sehr sehr gepflegten kleinen Hostel in toller Lage zum Stadtzentrum. Wenn du auch irgendwann mal hier landen solltest, schau unbedingt bei Oasis Familiar vorbei. Ein entzückendes Familien-Restaurant, super günstige Preise und gigantische Frucht-Shakes!


Valladolid ist aber nur eine von vielen beeindruckenden Kolonialstädten auf der Yucatan-Halbinsel. Eine weitere ist Meridia, die Hauptstadt der Region. Auf welches Tanz-Festival wir dort zufällig geraten sind und warum auf dem Rückweg von Uxmal plötzlich ein Franzose auf unserer Rücksitzbank saß, erfährt du dann im nächsten Blogbeitrag.


Stay tuned!

6 Comments

  1. Christian sagt:

    Sehr schöne Bilder von einem echt magisches See (solange halt Kitty nicht hier her zieht!)

  2. Tobias sagt:

    Der See sieht wirklich unwirklich aus 😀
    Ich hab ja schon eure “erste“ Reise aufmerksam verfolgt, aber da es mich im Dezember wohl auch für paar Wochen nach Yucatan zieht (in Kanada ist das Wetter doch etwas ungemütlich dann..)verfolg ich eure Reise natürlich noch aufmerksamer. Viel Spaß euch noch und passt auf euch auf 🙂

  3. einfachanne sagt:

    Diese Speed-Bumps sollten sie mal in Mexicó City einführen..:D hier fährt jeder wie er will. Und rot heißt auch noch lange nicht, dass man anhalten soll..:D

    • Christoph sagt:

      Hey,
      das kommt jetzt doch etwas überraschend 😂 wobei in Mexiko City würde der Verkehr vermutlich gänzlich zum Erliegen kommen mit den Dingern 🙈Verkehrsregeln – das merken wir echt überall – werden auch eher als Richtwert statt wirklich als Gesetz wahrgenommen
      Grüße aus Bacalar
      Nira & Christoph

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