Weltreise_Backpacking_Mexiko_San_Cristobal_Palenque
Von San Cristobal bis nach Palenque – Unsere Highlights in Chiapas
26. November 2017
Weltreise_Backpacking_Kolumbien_Leticia_Amazonas
Eine Woche im Dschungel – Unser Amazonas Abenteuer (Leticia)
2. Dezember 2017
„Ladies and Gentlemen – Welcome to Colombia, welcome to Bogota!“

Die Türe unserer Boeing von Interjet öffnete sich und eine kühle Brise drang herein.

Und das, obwohl das Flugzeug bereits klimatisiert war.

Wir betraten erstmals in unserem Leben südamerikanischen Boden. Und endlich waren wir in Kolumbien. Das Land, das wir für unseren Weltreise-Neustart eigentlich an oberster Stelle platziert hatten. Jetzt waren wir endlich hier.


Und nicht nur wir alleine. Bereits an den letzten Tagen in Lisa & Johannes von Immer.Fernweh verbracht und wir saßen auch gemeinsam im Flieger nach Bogota.

Bereit, Kolumbien gemeinsam zu erkunden.

Usaquén – unsere Viertel in Bogota


Ein großer Vorteil, wenn man zu viert reist: Man kann sich einfach, schnell und günstig ein Taxi nehmen. Vom Flughafen ging es spät am Abend für 20.000 COP (etwa 6 EUR) pro Team nach Usaquén. In dem Viertel am nordöstlichen Stadtrand von Bogota befand sich unser Hostel: Das Rua 116. (Booking*/Agoda*)


Usaquén ist ein wirklich wunderschönes, kleines Viertel.

Lisa & Johannes beim Vloggen

Lisa & Johannes beim Vloggen

Das Leben hier spielt sich um den Usaquén Park herum und in der großen Mall, dem Centro Comercial, ab.

Das Viertel war für uns der perfekte Ort, von dem aus wir einige Tage lang Bogota erkundet haben.

Es ist sicher, ruhig, wunderschön und geschäftig. Es gibt total viele kleine, süße Cafés, Bars und Pubs. Genau so, stellen wir uns das perfekte Stadtviertel für Backpacker vor. Unser Hostel selbst war wirklich extrem gepflegt, in einer wunderbaren Lage, sauber und modern. Sehr zu empfehlen, wenn du auch mal nach Bogota kommen solltest!

Und was kann man machen in Bogota?


Bei einer Sache sind wir uns ganz sicher. In Bogota wird dir nicht langweilig. Und wurde es zumindest nicht langweilig.

Einerseits gibt es wirklich schöne Punkte in der Stadt, wie etwa den Plaza de Bolivar, den es in jeder kolumbianischen Stadt zu Ehren von Simon Bolivar gibt.

Andererseits kann man die Stadt auch von einem tollen Aussichtspunkt aus von oben genießen.

Wer dann noch Lust auf etwas ganz Besonderes hat und in das echte Leben der Kolumbianer eingetaucht möchte, dem empfehlen wir einen Tejo-Abend.


UNSER Tejo-Abend in Bogota gehört definitiv zu den besten Abenden unserer Weltreise!


Aber eins nach dem anderen!

Hoch hinaus auf den Cerro Monserrat


Städte von oben. Da haben wir einen Spleen dafür. Diese Weite und das Gefühl, jedes noch so beeindruckende Hochhaus ist nicht mehr als ein Ameisenbau. Das ist schon cool.

Bogota hat genau so einen Ort. Den Cerro Monserrat.

Keine Frage, dass wir gleich am ersten Tag dort hochgefahren sind. Die Fahrt kostet pro Person 19.000 COP (etwa 5,50 EUR) und ist jeden Peso wert.

Weltreise_Backpacking_Kolumbien_Bogota
Bogota hat jetzt ehrlich gesagt nicht die spektakulärste Skyline und das Stadtbild von oben ist jetzt auch nicht der Brüller, aber völlig egal: Bei gutem Wetter von einem Aussichtspunkt auf eine Stadt schauen zu können ist immer etwas Schönes!
Insider-Tipp:


Wer anschließend Lust auf einen richtig leckeren Kaffee hat, dem können wir das Azahar Café am Parque 93 ans Herz legen. Das Café besteht aus alten Schiffscontainern und der Kaffee dort ist ein Erlebnis.
Weltreise_Backpacking_Kolumbien_Bogota
 
Wer Lust hat, einen echten kolumbianischen Abend zu verbringen, für den haben wir eine ganz spezielle Sportart im Angebot.


Tejo oder wenn der Kolumbianer mit eisernen Scheiben auf Sprengstoff wirft


Dieser Abend war ein... ach was rede ich... DAS Highlight unserer Tage in Bogota. Und rückblickend einer der coolsten Abende unserer Weltreise!

Diese Abende sind der Grund, weshalb wir das Reisen so lieben.

Eintauchen in eine neue Kultur, in das Leben der Einheimischen. Wie sonst sollte man ein Land besser kennenlernen.


Wir sind gemeinsam in den Club del Tejo el Porvenir zum Tejo spielen gegangen.


Tejo ist seit 2000 Nationalsport in Kolumbien. Beim Tejo werden diskusförmige Eisenplatten, die etwa die Größe einer Handfläche haben in einen fast 20m Lehmkasten geworfen. In dem Kasten befindet sich mittig außerdem ein Eisenring, an dem vier kleine Schwarzpulvertäschchen fixiert sind. Trifft man eines dieser Täschchen, kommt es zu einer lauten Explosion, in deren Folge die ganze Halle jubelt.

Ganz besonders dann, wenn die Amateure aus Deutschland es sind, die das Täschchen zum Explodieren gebracht haben.

Weltreise_Backpacking_Kolumbien_Bogota
Weltreise_Backpacking_Kolumbien_Bogota
Wir haben übrigens auf halber Distanz gespielt, denn auch nach drei Durchgängen hatte keiner von uns auch nur einmal in den Lehmkasten getroffen. Klingt, als wären wir die größten Voll-Nullen, aber das ist echt kein Kinderspiel.


Wir haben 67.500 COP (etwa 20 EUR) pro Team bezahlt und dafür fünf (!) Stunden lang gespielt. Im Preis mitinbegriffen ist ein Kasten Bier. 30 Flaschen von allen möglichen kolumbianischen Brauereien. Macht bei unserer kleinen 4er-Gruppe etwa sieben Bier pro Spieler. Kein Wunder, dass zum Ende des Abends die Trefferquote rapide abnahm.

Weltreise_Backpacking_Kolumbien_Bogota
Es war aber nicht nur das Spiel selbst, das uns einen super schönen Abend beschert hat. Die Kolumbianer in der Halle haben es richtig gefeiert, dass wir vier aus Deutschland zum Tejo spielen in ihre Halle gekommen waren. Wir haben am Ende mit allen Selfies gemacht, jeden Einzelnen zur Verabschiedung umarmt und gemeinsam Bier getrunken und uns gefreut.


So nah wären wir den Menschen in Kolumbien wohl nie gekommen, ohne ihren Volkssport.

Es gibt neben den freundlichen Menschen und dem Tejo-Spiel noch zwei weitere Sachen, in die wir uns in Kolumbien sofort verliebt haben!

Kaffee und Kultur – untrennbare Partner in Kolumbien


In Kolumbien wird Kaffee nicht getrunken. Er wird zelebriert.

Und das ist voll unser Ding!


Wir hatten Glück mit dem Wetter, denn die Tage zuvor hatte es nur geregnet in Bogota. Wir stiegen aus dem Taxi, das uns zum Plaza de Bolivar in die La Candelaria gefahren hatte.
Insider-Tipp:


Ein Wort zu Uber. Die Nutzung von Uber ist in Kolumbien illegal. Die Polizei hat allerdings so viele andere Probleme zu lösen, dass Uber trotzdem in hohem Maße genutzt wird. Eine Fahrt in Bogota mit dem Uber kostet je nach Tageszeit etwa 5 bis 10.000 COP (also 1,50 bis 3 EUR). Taxifahrten sind allerdings auch kaum teurer, nur dass die Taxifahrer Touristen – wie in vielen anderen Ländern auch – abzocken möchten.
 
Der Plaza de Bolivar ist das Herzstück Bogotas und das kulturelle Zentrum der Stadt. Das erste Gebäude dort – eine kleine unscheinbare Kathedrale – wurde bereits Mitte des 16. Jahrhunderts gebaut.

Heute trifft man dort neben vielen, vielen Touristen vor allem auf zwei weitere Spezies: Tauben und Taschendiebe.

An keinem Ort in Kolumbien wurden wir bisher so eindringlich und oft von Einheimischen gewarnt, ein waches Auge auf unsere Sachen zu haben.

Uns hat zum Glück niemand etwas geklaut.

Weltreise_Backpacking_Kolumbien_Bogota

Arte y Passion Café – Hallo aus dem Kaffee-Himmel


Gleich eine Straße vom Plaza de Bolivar entfernt haben wir das Arte y Passion Café entdeckt. Eines der schönsten Cafés, in dem wir bisher waren. Dort erhält man neben den vielen unterschiedlichen Kaffeesorten Kolumbiens auch einen echten Einblick in die Kaffee-Kultur des Landes.

Hier wird der Kaffee nicht einfach aus der Maschine in die Tasse geschüttet, er wird am Platz zelebriert, wie eine Zauber-Show! Und das Ganze für weniger als 2€ pro Tasse! Ein Must-Do!!
Weltreise_Backpacking_Kolumbien_Bogota

Ausflug in die goldene Geschichte – das Museo del Oro


Am letzen Tag in Bogota hat es uns auch in das ehrwürdige Goldmuseum in der La Candelaria verschlagen. Hier werden die goldenen Erben der präkolumbianischen Zeit aufbewahrt und für Besucher präsentiert.

Ein wirklich schönes Museum mit stilvolle Ausstellungen. Der Eintrittspreis für das Museum beträgt gerade einmal 4.000 COP (also etwas über 1 EUR) pro Person. Wir haben eine gemütliche Stunde dort verbracht.

Weltreise_Backpacking_Kolumbien_Bogota
Weltreise_Backpacking_Kolumbien_Bogota

Fazit Bogota: Echt Überrascht. Überraschend echt.


Bogota hat uns wirklich überrascht. Wir haben nicht viel erwartet von der Hauptstadt Kolumbiens, die neun Millionen Menschen ein Zuhause ist und in der rund um die Uhr ein Verkehrschaos herrscht. Insgesamt haben wir fast eine ganze Woche hier verbracht.


Zugegeben, wir nehmen momentan ordentlich Tempo aus unseren Reisen. Wir genießen das Leben an den Orten, an denen wir uns aufhalten. Wir genießen es, im Café zu sitzen, Menschen zu beobachten bei dem, was sie in ihrem Alltag eben tun und uns einfach ohne klares Ziel treiben zu lassen.

Weltreise_Backpacking_Kolumbien_Bogota
Rückblickend war es besonders viel wert, in einem wunderschöne Viertel zu wohnen, von dem aus man leicht zu den Hotspots der Stadt kommt.


Wir haben uns hier in die Kaffee-Kultur des Landes verliebt, gemeinsam mit den Einheimischen Tejo gespielt und geschichtsträchtige Plätze besucht.

Wir hatten einen fantastischen Start in das Land, das wir unbedingt bereisen wollten.

Amazonas – wir kommen


Das absolute Kontrastprogramm zum hektischen Stadtleben steht nun als Nächstes an. Wir fliegen gemeinsam mit unseren Freunden nach Leticia. In das Amazonas-Gebiet. Unsere Aufregung vor dem Abenteuer, das uns dort erwartet, ist kaum in Worte zu fassen.


Ich meine: Hallo? Das ist der größte Fluss unserer Erde, der tausenden von Tieren ein Zuhause bietet. Und genau dort wollen wir hin. Mitten rein! Ab in den Dschungel!


Wir werden dort wieder mal ein Video drehen. Oder auch zwei, denn wir werden drei Tage und zwei Nächte im Urwald des Amazonas verbringen. Wenn das nicht filmreif wird, dann wissen wir auch nicht!


Stay tuned.

Schreibe uns gerne einen Kommentar zu diesem Beitrag