Weltreise_Backpacking_Kolumbien_Bogota
Bogota – Kaffee, Kultur und einer der besten Abende unserer Weltreise
30. November 2017
Das wird ein etwas anderer Tagebuch-Eintrag.

Wir versuchen auf unserem Blog immer, unsere Erlebnisse so nah und echt wie möglich in Zeilen und Bilder zu packen.

Da wir unsere gesamte Tour – von der ersten Minute, als wir uns die Gummistiefel angezogen haben bis zum Moment, als wir völlig durchnässt und fertig wieder im Hostel angekommen sind – gefilmt haben, erzählen wir dir jetzt hier nicht nochmal dasselbe.


Wenn du vorbeigeschaut hast, weil du unser Erlebnis im großartigen Amazonas-Regenwald sehen wolltest, dann packen wir dir hier gleich unten nochmal unsere beiden VLOGs mit ran:

Teil 1:

Teil 2:

Geht am Samstag online! Danke kolumbianisches WLAN!^^
Wenn du auch mit dem Gedanken spielst, einmal in deinem Leben in den Amazonas zu reisen, dann haben wir vielleicht ein paar Tipps, besonders, wenn du von der kolumbianischen Seite aus kommst.


Leticia – kolumbianische Hauptstadt am Amazonas


Wir haben insgesamt eine ganze Woche im äußersten Süden von Kolumbien verbracht. In Leticia. Nach Leticia kommst du nur über zwei Wege:

Entweder mit dem Boot. Oder mit dem Flugzeug.

Insider-Tipp: Das Taxi vom Flughafen in die Innenstadt von Leticia kostet zwischen 8-10.000 COP (umgerechnet etwa 2,80 EUR). Nicht abziehen lassen.

 
Wir haben uns für den Luftweg entschieden. Wir waren übrigens nicht eine Woche in Leticia, weil Leticia so besonders ist. Also, ist es! Hallo!? Hier ist der Amazonas. Der größte Fluss unserer Welt mit seiner gesamten Vegetation.

ABER. Hauptsächlich waren wir eine Woche hier, weil die Flüge für diese Daten am günstigsten waren. Bogota – Leticia – Bogota für 80 EUR pro Person.


Direkt im Dschungel waren wir drei Tage und zwei Nächte. Und das ist aus unserer Sicht auch perfekt so.

Insider-Tipp: Nicht wundern, dass ist keine Masche: Bei der Ankunft im Flughafen von Leticia sind von jedem Touristen 30.000 COP für die „Einreise“ zu entrichten. Das sind etwa 8,50 EUR pro Nase. Wir wurden zwar nie danach gefragt, aber wir sind auch nicht ohne aus dem Flughafen rausgekommen.
 
Gewohnt haben wir in Leticia im Piranhita Hostel (Agoda* / Booking*)


Immer vorsichtig mit den Superlativen, aber wir können uns kaum vorstellen, ein besseres Hostel für unsere Zeit in Leticia gehabt zu haben. Es ist super-günstig, der Besitzer ist ein Engel, es gibt leckeres Frühstück und das Beste:

Das Hostel organisiert eine eigene Tour in den Amazonas. Und die haben wir letztlich auch gebucht denn schon alleine der Preis ist doppelt so gut, wie bei allen anderen Anbietern. Umgerechnet etwa 155,00 EUR haben wir pro Person für 3D/2N im Dschungel bezahlt.


Unsere Gruppe bestand dabei lediglich aus unserem englischen Guide Odin, unserem Local-Guide Leonsio, unserem Bootskapitän Jorge, Lisa & Johannes von Immer.Fernweh, Niko aus Belgien und uns beiden. Also fast eine private Tour. Mega stark!

UNSER AMAZONAS-PLAN:


Tag 1: Übernachtung im Guesthouse in Samula am Amazonas

- Wasserkanister (5l pro Person) und Gepäck zum Boot tragen

- Fahrt nach Islandia (Peru)

- Delfin-Beobachtungen

- Piranhas fangen

- Sonnenuntergang genießen und im Amazonas baden

- Nachtfahrt auf dem Amazonas (Kaymane suchen)


Tag 2: Übernachtung in Hängematten im Dschungel

- Sonnenaufgang auf dem Amazonas

- Arturo’s Farm (Affen, Schildkröte, Anakonda)

- Amazonas-Track, 3h Wanderung durch den Amazonas

- Camp aufbauen

- Nachtwanderung (Tiere suchen)


Tag 3: Rückkehr

- Camp abbauen

- Wanderung durch den Amazonas (2-3h)

- Bootsfahrt nach Gamboa (Brasilien)

- Rückkehr nach Leticia

DIESE DINGE SOLLTEST DU DEFINITIV IM AMAZONAS DABEI HABEN:


- einen ausreichend großen Backpack inkl. Regencape, denn du trägst deine Hängematte, Moskitonetz und Regenplane selbst


- eine kleine Reiseapotheke für den Notfall (Übelkeit, Durchfall, Allergie, Kopfweh)


- lange, möglichst luftige, helle Klamotten, denn die ziehen Moskitos nicht so heftig an und du bist über jede Mücke froh, die dich nicht anfliegt


- Moskito-Abwehr!!! Wir haben uns welchen in Guatemala gekauft und uns im Amazonas damit imprägniert


- Gummistiefel gibt’s vom Tour-Anbieter


Schau gerne auch mal in unsere Packliste*.

Wir haben nicht mehr und nicht weniger dabei, als wir dort angegeben haben.


Vielleicht hilft dir das bei der einen oder anderen Entscheidung.

Sonst schreib' uns gerne mal!

Ein paar Eindrücke von unserer Tour:

Weltreise_Backpacking_Kolumbien_Leticia_Amazonas
Weltreise_Backpacking_Kolumbien_Leticia_Amazonas
Ein echtes Highlight war das Essen auf der Tour. Wir haben zweimal pro Tag warm gegessen und die Qualität war herausragend. Frisch, abwechslungsreich und einfach lecker. Ein weiteres Goody: Die erste Übernachtung nach der Tour im Piranhita Hostel ist kostenlos. Selbst wer gleich abreist, darf zumindest duschen gehen und sich frisch machen.


Eine Stadt und drei Länder – Tanzen in Brasilien und Schlemmen in Peru


Leticia ist jetzt nicht gerade das Zentrum der touristischen Vielfalt. Es gibt kaum Streetfood in der Stadt und außer einem kleinen Museum am Fluss hat die Stadt wenig zu bieten. Und selbst da ist man in 30 Minuten durch.

Ein großer Vorteil besteht aber: Man kann ohne weiteres Ländergrenzen überschreiten und kurz für einen Caipi nach Brasilien oder ein leckeres Lomo Saltado (Rindfleisch-Spezialität) nach Peru. Man muss dafür nicht mal in das jeweilige Land einreisen.

Einen Tag nach unserer Ankunft, als wir noch geplant haben, wann wir in den Dschungel fahren werden, gab es ein kleines Fest in der brasilianischen Grenzregion. Wir haben uns ein Taxi geteilt und sind zu viert für 30.000 COP (etwa 2,00 EUR p. Person) nach Brasilien gefahren worden. Rückfahrt inklusive.

Insider-Tipp: Die Brasilianer nehmen keinen kolumbianischen Peso in ihren Bars und Restaurants an, sondern nur den brasilianischen Real. Der Wechselkurs am Grenzübergang war wirklich fair. So fair, dass wir sogar mehr Real bekommen haben, als wir hätten bekommen dürfen, aber pssst.
Weltreise_Backpacking_Kolumbien_Leticia_Amazonas
Weltreise_Backpacking_Kolumbien_Leticia_Amazonas
An unserem letzten Tag waren wir für ein Mittagessen dann mal schnell in Peru. Ebenfalls ohne lästige Einreise-Formalien. Vom Bootssteg in Leticia fahren unzählige Boote im Minutentakt auf die peruanische Seite. Nach Santa Rosa. Die Fahrt kostete uns gerade einmal 8.000 COP (etwa 0,60 EUR pro Person).

Nicht zu viel erwarten.

Lisa & Johannes waren einige Wochen auf der Reise durch Peru und die hochgelobte Küche Perus gibt’s hier nicht. Die hatten wir dafür täglich auf unserer Amazonas-Tour, denn das Essen dort war – wie gesagt – überragend!

An den Tagen, die wir nicht im Amazonas verbracht haben, haben wir täglich an einem Stammgast-Status bei unseren beiden Lieblingsläden in Leticia gearbeitet. Den halben Tag haben wir in der angenehm klimatisierten Donut Company verbracht.

Die Donuts dort sind außergewöhnlich lecker und es gibt richtigen Kaffee.

Das ist keine Selbstverständlichkeit in Leticia und das, obwohl wir in Kolumbien sind.

Eine willkommene Abwechslung zum Regenwald-Feeling.

Unsere Abende endeten meist im Acai Icecream Shop. Der Name verrät es schon. Hier kann man sich für wirklich ganz kleines Geld einen unfassbar leckeren Eisbecher selbst zusammenstellen. So gut!!


Beide Läden waren übrigens keine 100m von unserem Hostel entfernt.

Fazit – Amazonas


Kurz gesagt: Ein echtes Highlight unserer gesamten Weltreise.

Der Amazonas ist ein unüberschaubarer Natur-Gigant. Es war ein riesiges Gefühl, einige Tage dort verbringen zu dürfen. Die Vielfalt der Tiere, die Pflanzen und Insekten, die Geräusche.


Eine Nacht MITTEN im Amazonas-Regenwald.


Das werden wir nie vergessen.


Wir sind von Leticia wieder nach Bogota geflogen, haben einige Tage dort verbracht, um uns wieder zu akklimatisieren, bis es schließlich mit dem Nachtbus in Richtung Medellin ging.

Wir haben uns auf die Spuren von Pablo Escobar begeben!


Stay tuned.

2 Comments

  1. Esther sagt:

    Hallo Lieblingsblogger!
    Was für ein spannender Trip in den Amazonas. Toll, was ihr uns alles zeigt. Bleibt gesund und fröhlich. Freue mich jetzt schon wieder auf die nächsten Geschichten. LG Esther

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