INSIDE

Namibia

Namibia war ohne jeden Zweifel eines der beeindruckensten Reiseziele auf unserer Weltreise. Wüste, Safari, Tropen, Kultur... Namibia hat all das zu bieten. Das Land ist riesig groß. Viel größer, als wir uns das vorgestellt haben. Gleichzeitig wohnen super wenig Menschen in dem Land. Namibia ist nach der Mongolei das am dünnsten besiedelte Land unserer Erde. Wir haben uns aufgemacht, um Namibia zu entdecken. Auf eine ganz besondere Weise. Wie wir es vorher noch nie gemacht haben.


Wir waren klassisch mit einer Straßenkarte, einem Toyota Hilux mit Dachzelt und sämtlichem Camping-Equipment in Namibia unterwegs.

Namibia ist kein günstiges Reiseziel. Vor allem nicht, wenn man mit so einem Auto unterwegs ist.


ABER: Diesen Luxus haben wir uns gegönnt, um maximal flexibel zu sein, um auf jeder Straße fahren zu können und die Freiheit Afrikas vollkommen genießen zu können.


Vielleicht ist dir unsere Zusammenfassung eine Hilfe bei deiner eigenen Planung, Inspiration oder einfach nur eine schöne Lektüre zum Fernweh bekommen. Wir bringen alles auf den Bildschirm, was wir in 21 Tagen in Namibia gelernt, erlebt und erfahren haben.


Los geht’s.

Inhaltsverzeichnis

 
Unsere Route durch Namibia

Einen großen Teil der 10.292 Kilometer, die wir an 37 Tagen Roadtrip durch das südliche Afrika abgespult haben, sind in Namibia aufs Tacho gekommen. Logisch, hier waren wir die meiste Zeit (21 Tage) unterwegs. Wir hatten Tage, an denen sind wir mal nur 100-200km gefahren, wir hatten aber auch Tage, da waren wir sehr lange und sehr viel im Auto (700-900km).

Uns hat das nichts ausgemacht, wir können die Landschaft auch im Fahren genießen.


Wir wollten Distanzen nicht zu Problemen werden lassen. Und das ist uns gelungen. Wir sind hingefahren, wo es uns hingezogen hat und sind geblieben, solange es uns gehalten hat.


Damit du dir ganz genau vorstellen kannst, wie das ausgesehen hat, haben wir dir unsere Route durch Namibia einmal Schritt für Schritt notiert.

Insider-Tipps und Campingmöglichkeiten inklusive!

Übrigens: Wir haben gleich mal einen super-guten Tipp für dich, wenn du auch in Namibia & Botswana campen gehen möchtest. Thomas Richter pflegt auf seiner Seite eine riesige Liste mit Campingplätzen im südlichen Afrika. Einfach Wahnsinn. Wir haben die Liste für unsere Tour auch benutzt. Wir verlinken euch die Seite gleich mal hier!

1. Windhoek

Windhoek ist die Hauptstadt von Namibia. Hier haben wir auch unseren Mietwegen bekommen, den wir uns für die gesamte Zeit unserer Reise durch die Länder des südlichen Afrikas gegönnt haben.


Wenn du mehr zum Thema „Mietwagen in Afrika“ erfahren möchtest, schau doch mal hier vorbei!


In Windhoek selbst haben wir zu Beginn nicht viel Zeit verbracht. Wir würden das Auto ja sowieso hier auch wieder zurückbringen müssen. Windhoek haben wir uns also bis zum Schluss aufgehoben.

Hier haben wir gecampt

Urban Camp

Preis: 145 ND/Person (10,21 € / Person)

Sehr schönes, gepflegtes Camp, freundliche Leute, schöner Pool zum Abkühlen und funktionierendes Wlan.
Weltreise_Backpacking_Namibia

2. Usakos (Spitzkoppe)

Da wir uns vorab keine Route abgesteckt hatten, haben wir den ersten Stop eher spontan gewählt. Uns zog es zunächst nach Norden. Über Okahandja (B1) ging es auf der B2 bis nach Usakos. Westlich der kleinen Stadt liegt die Spitzkoppe. Eine traumhafte Szene aus Sandstein-Bergen. Hier hatten wir auch rückblickend einen der schönsten Campingplätze unserer gesamten Reise.


Insider-Tipp: Stellplatz Nr. 14 auf dem Spitzkoppen Camp war unser Stellplatz. Er liegt direkt am Steilhang einer der Berge in purer Idylle. Spartanische Toilettenhäuschen gehören übrigens zu jedem Stellplatz dazu.


Wenn du gerne noch viel mehr über unsere Ankunft in Windhoek und die Fahrt an die Spitzkoppe erfahren möchtest, schau doch mal in unseren Tagebuch-Eintrag.

Hier haben wir gecampt

Spitzkoppe Camp

Preis: 150 ND/Person (10,56 € / Person)

Idylle pur, großer Stellplatz mit kleinem Plumpsklo, Grillstelle, Duschen am Eingang möglich
Spitzkoppe 2

3. Swakopmund

Die Stadt am Atlantik lockt vor allem mit Fisch, Meeresfrüchten und natürlich mit Aktivitäten in der Namib-Wüste. Swakopmund ist eine wirklich schöne Stadt mit einem sehr modernen, touristischen Zentrum. Viele Shoppingmöglichkeiten, Restaurants und Supermärkte.

Wir haben uns lediglich eine Nacht hier aufgehalten, uns im super kalten Atlantik für einige Sekunden abgekühlt und den Weihnachtsmarkt (!) am Hafen besucht.


Insider-Tipp: Wer in Swakopmund im Meer baden möchte, sollte an die Mole gehen. Nur hier ist das Meer sanft genug, um entspannt ins Wasser zu gehen.

Hier haben wir gecampt

Desert Sky Backpackers (Lazarettstraße)

Preis: 160 ND/Person (11,27€ / Person)

Großer Gartenstellplatz, wirklich sehr gepflegt und super hilfsbereites Personal. Küche und TV-Raum können mitbenutzt werden. Nicht ganz günstig, dafür nur wenige Gehminuten vom Meer und Pier entfernt.
Weltreise_Backpacking_Namibia_Swakopmund

4. Uis (Brandberg)

Schon die Fahrt von Swakopmund nach Uis war der Wahnsinn. Über die C34 ging es entlang der Atlantikküste Richtung Norden. Eine unwirkliche Gegend.

Das Brandbergmassiv beheimatet den höchsten Berg Namibia’s, den Königstein mit 2.573m. Das ganze Massiv schießt urplötzlich am Horizont aus dem Nichts in die Höhe und erhebt sich über alles, was rings herumliegt.


Du möchtest gerne mehr über Swakopmund und die Zeit am Brandbergmassiv erfahren, dann schau doch gerne mal in unseren Tagebuch-Eintrag.

5. Khorixas

Nördlich von Uis liegt Khorixas. Hier gibt es besonders für geologisch-interessierte Reisende coole Sachen zu entdecken. Da wäre zum einen der „versteinerte Wald“ (petrified forest). Wenn ihr – wie wir – nach einem Lehrbuch-Wald sucht, dann sucht ihr – wie wir – sehr lange. Der petrified forest ist ein Areal (Eintritt 70ND/Person) auf dem die Bäume teilweise vergraben unter oder zumindest auf der Erde liegen. Alleine das Alter dieser „Steine“ ist schon Wahnsinn.

Eigentlich wollten wir uns hier in der Gegend auch die Höhlenmalereien der Twyfelfontein anschauen, aber dafür war es uns einfach viel zu heiß.

6. Kamanjab (Himba Village)

Ein Grund, weshalb wir auf Reisen gehen, ist, um andere Kulturen kennenzulernen. Wir haben von einem Dorf, dem Otjikandero Himba Village, gelesen, in welchem man der Kultur eines der ältesten Stämme unserer Erde näherkommen kann. Uns war im Vorfeld schon bewusst, dass es sich hier um eine Sache für Touristen halten würde, wollten uns aber dennoch unsere eigene Meinung bilden.

Wir waren wirklich beeindruckt. Wir waren völlig alleine mit einem Guide in dem Dorf unterwegs, der uns die Riten und Traditionen der Himba erklärt hat.


Insider-Tipp: Wir haben unsere Tour im Oppi-Koppi Camp in Kamanjab gebucht. Hier ist das Ticket pro Kopf um 50ND günstiger, als vor Ort. Achtung, es gibt nur bestimmte Zeiten am Tag, an welchen man in das Dorf gehen darf. Am besten vorher informieren. Die Zeiten schwanken nach Jahreszeit.


Die ganze Geschichte zu unserem Besuch bei den Himba und weitere Informationen über Khorixas findest du in unserem Tagebuch-Eintrag.

Hier haben wir gecampt

Oppi-Koppi Camp

Preis: 110 ND/Person (7,75€ / Person)

Geführt von einem Südafrikaner und einer Belgierin, schöner Pool, tolle Anlage, Wlan(!)
Weltreise_Backpacking_Namibia_Himba

7. Etosha Nationalpark

Dann endlich fuhren wir das erste Mal in einen afrikanischen Nationalpark. Der Etosha Nationalpark ist gigantisch in seiner Größe und Vielfalt an Tieren. Wir haben Löwen, Elefanten, Giraffen, Zebras, allerhand Antilopen und sogar einen rennenden Gepard gesehen.

Viele fahren am zentralen Andersson Gate in den Park. Wir haben uns für den West-Eingang am Galton Gate entschieden. Die Gebühr für den Eintritt errechnet sich anhand der Nächte, die man im Nationalpark bleiben möchte. Eine Nacht für zwei Personen kostet 340 ND. Achtung, da ist der Preis für die Übernachtung nicht inbegriffen. Das ist lediglich der Eintrittspreis.


Insider-Tipp: Clever ist, wer gar nicht im Nationalpark übernachtet. Der Eintrittspreis ist dadurch zwar nicht geringer, aber die Übernachtungen in den Camps des Nationalparks sind extrem hoch. Wer sparen will, fährt einfach vor Schließung der Tore (Sonnenuntergang) aus dem Park, schläft in einem Camp in der Nähe und fährt am nächsten Tag wieder mit dem gültigen Ticket vom Vortag in den Park.


Insider-Tipp: Noch ein Tipp zum Essen in eurem Kühlschrank. Man darf ohne Probleme in den Etosha Park mit allen möglichen Lebensmitteln hineinfahren. ABER. Aus dem Park heraus darf man keine Lebensmittel mitnehmen. Wir hatten beispielsweise Eier im Kühlschrank, die wir dann am Ausgang des Parks zubereiten mussten. Alternativ hätten wir sie wegwerfen müssen. Nähere Informationen zu den Richtlinien des Parks gibt es auf der offiziellen Website. Auch in unserem Tagebuch-Eintrag zum Etosha Nationalpark findest du noch ganz viele hilfreiche Tipps und super viele Wildlife-Fotos.

Hier haben wir gecampt

Okaukuejo Camp

Preis: 250 ND/Person + 50 ND/Auto (19,37€ / Person)

Riesen-Camp, Wlan nur gegen Gebühr, schöner Pool, abends insgesamt sehr voll, extrem touristisch und super-teuer. Schön ist, dass man den Sonnenuntergang im Park erleben darf und das Camp an einer Wasserstelle liegt, zu der Nachts Tier kommen. Wir haben ein Nashorn gesehen!
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8. Grootfontein

Unser erster Stop nach zwei herausragenden Tagen im Etosha Nationalpark war Grootfontein. Nicht etwa, weil es dort besonders schön wäre. Vielmehr wollten wir einen Tag relaxen, Tank füllen und unsere Vorratskammern wieder füllen. Hier sind wir bei Aussteiger Peter aus Hessen gelandet, der ein Camp (Maori Camp) eröffnet hat. Peter hat uns total gut bei der Planung unserer Nord-Namibia-Route geholfen.


9. Divundu (Caprivi-Streifen)

Weiter Richtung Norden ging es von Grootfontein auf der B8 nach Rundu. In Rundu, einer umtriebigen Stadt an der Grenze zu Angeola hat uns aber wirklich Nichts gehalten. Laut, hektisch, Grenzatmospähre, viele LKWs. Nicht wirklich schön. Peter aus Grootfontein hat uns den Tipp für eine traumhafte Unterkunft direkt am Okavango gegeben.

Die haben wir auch angesteuert. Ansonsten war Divundu unser Sprungbrett auf den Caprivi-Streifen, mit dem wir noch unsere liebe Freude haben sollten.


Insider-Tipp: Wenn du es nicht schon getan hast, lade dir die maps.me App herunter. Die hat uns in der Buffalo Core Area (90ND für zwei Personen plus Auto) im Caprivi-Streifen sprichwörtlich den Arsch gerettet. Mit maps.me kannst du dich auf Offline-Karten navigieren lassen. Nur so sind wir aus diesem Park wieder herausgekommen, nachdem wir uns hoffnungslos verfahren hatten.

Hier haben wir gecampt

Mahangu Safari Lodge & Camp

Preis: 120 ND/Person(8,45€ / Person)

Tolles Camp mit Lage am Okavango-Fluss. Mit etwas Glück kann man Hippos sehen. Kleiner Pool und schöne Grünflächen-Stellplätze mit Zugang zum Fluss (wer mal gerne im Okavango schwimmen möchte.)
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10. Katima Mulilo

Dass wir hier ankommen, haben wir zwischenzeitlich nicht gedacht. Die ganze Story gibt’s für dich aber in unserem Tagebuch-Eintrag.

Katima Mulilo liegt direkt am Sambesi-Fluss zwischen Sambia, Botswana, Angola und Namibia. Viele starten hier ihre Touren in die benachbarten Länder. So auch wir. Von Katima Mulilo aus ging es für uns acht Tage nach Botswana. Dazu dann mehr in unserem „Inside-Botswana“.


Hier haben wir gecampt

Protea Camp

Preis: 140 ND/Person (9,86 € / Person)

Lage am Sambesi, Riesige Rasenfläche mit sauberen Sanitäranlagen, Blick auf Sambia, keine Sichtschutze, Pool darf von Campern nicht mitbenutzt werden

11./ 12. Gobabis und Stampriet

Nach acht Tagen in Botswana haben wir die Grenze nach Namibia bei Gobabis im Osten des Landes wieder überquert. Wir sind an einem Tag von Ghanzi, Botswana bis nach Keetmanshoop, Namibia durchgefahren. Knackige 900 Kilometer Freunde. Dabei sind wir durch Gobabis und Stempriet gefahren und haben unseren ersten Sandsturm erlebt. Fazit: Volle Hosen, keine Schäden! Hätte schlimmer kommen können.

Eigentlich wollten wir an den „Red Dunes“ südlich von Stamriet campen, doch das Camp war uns viel zu teuer. Deswegen sind wir direkt nach Keetmanshoop durchgefahren.


Insider-Tipp: Wer in einen Sandsturm gerät, dem raten wir: Langsam weiterfahren, Ruhe bewahren, Fenster & Türen geschlossen halten und unbedingt Licht einschalten. In so einem Sandsturm kann es sehr dunkel werden und eure Sicht ist zeitweise auf wenige Meter beschränkt. Sprecht vor der Miete eures Autos unbedingt über die Kosten für die Mitversicherung von Sandsturmschäden. Wir haben das für wenige Euros einschließen können. Schäden nach Sandstürmen an der Verglasung zählen zu den häufigsten Schäden an Autos in Namibia.


13. Keetmanshoop

Von Keetmanshoop aus kann man wunderbar viele Dinge unternehmen. Wir waren trotzdem nur einen Abend an unserem Camp mitten im berühmten Köcherbaumwald (Quivertree Forest). Der Eintritt zu den skurrilen Bäumen kostet pro Person 120 ND. Nicht gerade ein Schnäppchen, aber besonders zum Sonnenuntergang wirklich einzigartig.

Giants Playground, also der Spielplatz der Riesen liegt nur wenige Kilometer entfernt. Hier türmen sich auf sonderbare Weise Steine und Felsen aufeinander. Wir waren nicht dort, haben aber viele schöne Dinge darüber gehört. Lohnt sich vielleicht.


Wenn du noch mehr über Keetmanshoop und Umgebung sowie unsere Fahrt von Botswana nach Keetmanshoop erfahren möchtest, klick doch gerne mal auf unseren Tagebuch-Eintrag.

Hier haben wir gecampt

Quiver Tree Camp

Preis: 75 ND/Person (5,11 € / Person)

Das Camp ist super günstig, dafür muss man aber für den Eintritt zum Köcherbaumwald extra zahlen. Herausragende Duschen und WCs, super sauber. Gut besuchte Campsite.
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14. Fish River Canyon

So einmal tief Luft holen. Jetzt wird es wirklich atemberaubend. Der Fish River Canyon darf auf keinen Fall fehlen, wenn du mal durch Namibia tourst. So etwas haben wir noch nie gesehen. Und werden wir wohl auch nicht so schnell. Der Canyon ist nach dem Grand Canyon in den USA der zweitgrößte seiner Art. Einfach irre beeindruckend, was die Natur hier angestellt hat. Eintritt liegt bei 85 ND/Person.


Man kann im Canyon wandern gehen und auch klettern. Wir waren jedoch nur zum Staunen da.


Unseren Tag am Fish-River Canyon und viele Tipps und Fotos findest du noch einmal ausführlich in unserem Tagebuch.

Hier haben wir gecampt

Goibib Lodge

Preis: 100 ND/Person (6,82 € / Person)

Weit weg vom Canyon, Camps am Canyon waren zu teuer oder ausgebucht (erstmals auf unserem Roadtrip übrigens), klasse Inhaber, schöner, kühler Pool und Lage direkt mit Blick auf die Karasberge.


15. Grünau

Grünau, östlich des Fish River Canyons gelegen war für acht Tage der letzte Stop in Namibia. Von hier ging es für uns auf der B1 nach Noordoewer über die südafrikanische Grenze. Wir hatten uns fest in den Kopf gesetzt, auch nach Kapstadt zu fahren. Fast 1.000 Kilometer lagen vor uns.

Dazu dann aber mehr in „Inside Kapstadt“.

16. Aus

Zurück in Namibia. Wir haben die Grenze an derselben Stelle wieder überfahren, an der wir Namibia einige Tage zuvor verlassen hatten. Durch den Außenkehr Nature Park und entlang der Namusberge ging es über die C13 nach Aus. Eigentlich wollten wir hier campen. War uns aber zu teuer.


17. Lüderitz

Hier in Lüderitz war die ehemalige Kolonialherrschaft Deutschlands in Namibia besonders spürbar. Ein kleiner, müder Ort am Atlantik mit Gebäuden, wie man sie aus Geschichtsbüchern Deutschlands kennt. Wir haben uns 50-60 Jahre zurückversetzt gefühlt. In Lüderitz ist absolut Nichts los. Einige Kilometer vor Lüderitz liegt allerdings die Kolmannskuppe, eine ehemalige Diamanten-Stadt, die heute als Geisterstadt die Leuten in Scharen in die Gegend lockt. Für 85 ND / Person dürft ihr in einer Badewanne über Sanddünen schlittern und euch eigenständig durch die Häuser kämpfen, die jeden Tag mehr vom Sand der Wüste verschlungen werden.


Insider-Tipp: Lust auf Fish & Chips? Bei Macarena Fish & Chips gibt’s eine herausragend leckere Position zum unschlagbaren Preis von 38 ND (etwa 2,50 EUR).


Wenn du noch mehr über unsere Fahrt von Südafrika nach Lüderitz sowie Tipps, Fotos und Eindrücke von der Kolmannskuppe erfahren möchtest, schau gerne mal in unseren Tagebuch-Eintrag.

Hier haben wir gecampt

Lüderitz Backpackers

Preis: 100 ND/Person (6,93 € / Person)

Klingeln und warten. Der Eigentümer wohnt etwa 5 Minuten entfernt,. Er kommt aber, wenn du klingst. Süßes, kleines Hostel, Doppelzimmer, Küche zur Benutzung. Kleiner Garten. Man kann auch im Auto schlafen. Weil wenig gebucht, haben wir aber einen guten Preis für ein Zimmer bekommen
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18. Sesriem (Sossusvlei) & Solitaire

Weltberühmt und das nicht umsonst. Die Sossusvlei und Deadvlei sind derart unnatürliche Landschaften, dass man sich nicht nur einmal die Frage stellt: Wie geht das?

Wirklich spektakulär. Wir haben uns damals für das falsche Camp entschieden, denn wer im direkt im Namib-Naukluft-Park campt, darf eine Stunde eher zu Sossusvlei fahren und auch eine Stunde länger bleiben. Der Preis war derselbe, wie für das außerhalb gelegene Sossusvlei Oasis Camp (180 ND / Person). Der Eintritt in den Nationalpark liegt bei 85 ND / Person.


Insider-Tipp: Wenn ihr von Süden nach Sesriem kommt, nehmt euch die Zeit für den Umweg über die D707. Sie verläuft zwischen den Tirasbergen auf der einen und der Namib-Wüste auf der anderen Seite. Viele sagen, es ist die schönste Strecke Namibias. Wir haben uns davon überzeugt. Es ist Fakt: Wunderschön!


Insider-Tipp: Eigentlich schon gar kein Insider mehr, aber ein sehr lohnender Stop ist die Moose McGregor Desert Bakery in Solitaire. Hier gibt es den besten Apfelkuchen ever.


Wenn du alles über Sesriem, Sossusvlei, Deadvlei und Solitaire erfahren möchtest oder noch nicht über unsere Orxy-Rettung auf der D707 informiert bist, klick gerne mal in unseren Tagebuch-Eintrag.

Hier haben wir gecampt

Sossusvlei Oasis Camp

Preis: 180 ND/Person (12, 43 €/ Person)

Rund angelegtes Camp mit Pool in der Mitte, wunderbare Sanitäreinrichtung mit Privatdusche und Klo, Schattenplatz, sehr stilvoll, nicht gerade günstig
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19. Walvis Bay

Das mag jetzt hart klingen, aber nach Walvis Bay muss man wirklich nicht fahren. Die Strecke von Solitaire nach Walvis Bay ist um Lichtjahre besser, als Walvis Bay selbst. Ihr fahrt über den Gaub Pass, an dem sich auch das Tropic of Capricorn Schild befindet und über den Kuiseb Pass doch bergige Lanschaften, Schluchten und landet dann in einer Stadt mit einem riesigen Hafen. Das ist Walvis Bay. Hier sieht es aus wie in Swakopmund, nur nicht so schön, viel langweiliger und ruhiger. Für uns optimal, denn wir wollten auf unserem letzten Stop vor Windhoek noch einmal ein paar Tage Ruhe genießen, Wäsche waschen und runterkommen.


Insider-Tipp: Packt euch in Walvis Bay die Unternehmungslust, dann fahrt zur Düne 7. Sie liegt wenige Kilometer vor der Stadt. Hochklettern, Aussicht genießen und dann im Vollsprint wieder runterrennen. Super cool.


Von Walvis bay ging es über den Bosun Pass auf der C28 zurück nach Windhoek.

Hier haben wir gecampt

Lagoon Chalets

Preis: 150 ND/Person (10,37 €/ Person)

Sehr gepflegte und private Anlage. Tolle Stellplätze mit viel Platz. Waschen gegen Gebühr. Internet auf dem Stellplatz. Dafür aber etwas teurer.

Fazit zu unserer Reise-Route

Wir haben unfassbar viel gesehen auf unserem 21tägigen Roadtrip durch Namibia. Wir sind dafür natürlich auch mal das ein oder andere längere Stück gefahren, aber das hat sich für uns nie nach Aufwand angefühlt. Wir haben es genossen, teilweise mehrere Tage keine anderen Autos zu sehen, völlig frei und spontan abzubiegen und anzuhalten, wo wir wollten.


Wir sind ohne Plan nach Namibia gereist, haben uns ein paar Stunden Zeit genommen zu überlegen, wohin wir fahren möchten. Wir haben uns bei Freunden vorher Tipps geholt, das ist klar. Wann und auf welchem Weg wir diese Ziele erreichen wollten, lag ganz allein in unserer Hand. Und genau das haben wir so geliebt.

 
Unsere Kosten in Namibia
Währung: Namibia Dollar

(1€ entspricht etwa 14-15 Namibia Dollar
, stark schwankend, als wir dort waren!)


21 Tage mit dem Geländewagen durch Namibia. Wir haben dir aufgelistet, welche Kosten uns auf dieser Reise entstanden sind.

Die Kosten für den Flug sind dabei nicht berücksichtigt, denn es gab nicht DEN Hin-und Rückflug.


Für die Flugroute München – Windhoek – Kapstadt – Yangon (Myanmar) haben wir 560 EUR pro Person bezahlt. Jeweils mit Qatar Air und eweils mit Stop in Doha. Da wir unseren Toyota Hilux in Windhoek abgeben mussten, unser Flug aber aus Kapstadt weiterging, mussten wir von Windhoek nach Kapstadt (118,50 €/ Person) fliegen.


(Leider haben wir den Flug vor dem Mietwagen gebucht, sonst wären wir einfach von Windhoek weitergeflogen. Wir dachten, wir könnten das Auto in Kapstadt abgeben. Falsch gedacht!)

Kleines Fazit zu den Kosten in Namibia


Wir haben Namibia nicht so teuer erwartet, wie es am Ende war. Natürlich hat der Mietwagen selbst und der Sprit für die langen Distanzen ordentlich ins Kontor geschlagen. Dazu kam dann noch, dass in Namibia Campingplätze nicht pro Stellplatz oder pro Fahrzeug, sondern pro Person bezahlt werden. Das heißt also: Doppelte Kosten für Übernachtungen.


Positiv auf unseren Geldbeutel hat sich natürlich ausgewirkt, dass wir keine geführten Safaris machen mussten, weil wir mit unserem Geländewagen überall selbst hinfahren konnten.


Die Preise im Supermarkt sind vergleichbar mit deutschen Preisen. Wir waren fast ausschließlich bei SPAR einkaufen. Kennt man ja sogar in Deutschland. Wer dann in der Weihnachtszeit plötzlich Hunger auf einen Dresdner Stollen hat, wird hier sogar fündig. Wahnsinn oder?
 
Fortbewegung / Mietwagen in Namibia
Namibia ist wirklich groß. Mehr als doppelt so groß wie Deutschland. Entsprechend groß sind auch die Distanzen im Land, um von einem Ort an den anderen zu kommen. Jetzt ist das öffentliche Verkehrsnetz eher vernachlässigbar. Es gibt keine Busse, die mehrmals am Tag in alle Himmelsrichtungen des Landes ausschwärmen, wie man das beispielsweise aus Südostasien kennt. Es gibt Busse, aber diese verkehren nur zwischen den wichtigen Städten Namibias.


Es gibt zwar eine Bahn, die TransNamib, aber die Fahrt soll sehr langsam sein und hat im Prinzip nur eine Strecke von Süden über Walvis Bay an der Atlantikküste bis nach Tsumeb im Norden. Das könnten wir uns jetzt als netten Ausflug vorstellen, mit dem Zug an der Namibia entlang zu fahren, aber tatsächlich als verlässliches Transportmittel durch Namibia? Eher nicht.


Namibia war unser erstes Reiseziel auf der Weltreise. Auch, wenn wir uns im Vorfeld keine feste Route definiert hatten, war uns gleich klar:


Wenn wir Namibia bereisen, dann richtig. Und das geht in unseren Augen nur mit einem eigenen Auto.


Jetzt gibt es in Namibia drei Kategorien (A,B,C) für Straßen. Geteerte Straßen verbinden die großen Städte miteinander. Davon gibt es aber sehr wenige, d.h. Mietwagen ist nicht gleich Mietwagen, denn wer will schon nur Städte sehen, wenn er in Namibia ist. Wer Namibia bereist, der will doch raus in die Natur, auf einsamen Sandpisten Richtung Horizont brausen. Tiere beobachten. Oder nicht?


Der Großteil der Straßen würde bei uns in Deutschland maximal als Feldweg durchgehen. Deswegen war klar: Wir brauchen einen Geländewagen.


Nur so kommen wir flexibel überall hin. Nur so stellt keine Straße ein Hindernis für uns da und nur so erleben wir Namibia, wie wir es erleben wollen.


Natürlich ist die Miete eines für Camping vollausgestatteten Toyota Hilux mit dem dazugehörigen Dachzelt nicht gerade ein Schnäppchen, aber wir würden es jederzeit wieder genau so machen und das hat vor allem einen ganz einfachen Gründen:


Freiheit. Du fährst hin, wohin du fahren möchtest und wann du fahren möchtest. Du schläfst, wo du schalfen möchtest. In der Natur. Zwischen all den Tiergeräuschen. Dem Wind und Wetter. Unter dem Sternenhimmel. Du fährst alleine in Nationalparks. Ohne Zeitdruck. Ohne Safari-Gruppe. Ohne Zeitplan. Du stoppst wo du möchtest. Verweilst, solange du möchtest.


Dieses Gefühl und diese Erinnerungen sind es, weshalb wir dir immer empfehlen würden: Wenn du nach Namibia reist und das Land wirklich erleben willst, dann geht das nur mit dem richtigen Mietwagen. Mehr zum Thema Mietwagen findest du hier.
Weltreise_Backpacking_Afrika_Roadtrip_Botswana
Weltreise_Backpacking_Namibia
 
 
Eure Fragen & Unsere Antworten

FAQs

1Würdet ihr wieder nach Namibia reisen?
Auf jeden Fall. Namibia hat uns und unsere Weltreise wirklich geprägt. Landschaftlich hat Namibia alles zu bieten. Von der trockenen Namib-Wüste bis zu den nördlichen Tropen im Capri-Streifen. Entsprechend vielfältig sind Flora & Fauna. Tiere dort beobachten zu können, wo sie ihren Ursprung haben, ist einfach superschön!
2Habt ihr das Gefühl, drei Wochen Roadtrip durch Namibia waren zu viel / zu wenig?
Weder noch. Natürlich war der ganze Trip nicht ganz billig. In drei Wochen kannst du unfassbar viel von Namibia sehen. Wir sind in viele Regionen des Landes gefahren. Waren hoch im Norden an der Grenze zu Angola und tief im Süden, an der südafrikanischen Grenze und dem Fish-River Canyon. Natürlich kann man auch in kürzerer Zeit viel sehen und es wird auch nicht langweilig, wenn man mehr Zeit für die reise durch Namibia hat.
3Ist das Land gefährlich? Habt ihr euch immer sicher gefühlt?
Wir haben oft gehört, dass Konflikte in Namibia gewaltsam gelöst werden, Menschen aus Eifersucht andere Menschen umbringen, aber hört man das in Deutschland nicht auch immer wieder?

Wir haben uns nie unsicher gefühlt. Weder durch menschliche noch durch tierische Bedrohungen.

Es wird empfohlen, keine trampenden Menschen mitzunehmen, im Dunklen nicht zu fahren und nachts nicht alleine durch Städte zu laufen. Das dürfte aber auch keine neue Erkenntnis sein, egal wohin man reist.
4Hattet ihr Probleme mit der Abhebung von Bargeld dort?
Es gibt eigentlich an jeder Tankstelle und in allen Supermärkten ATMs. Auch Bankfilialen gibt es in jeder größeren Stadt. Wir hatten nie Probleme bei der Abhebung von Bargeld.

Wir sind mit insgesamt drei Kreditkarten unterwegs. Wir haben zwei Kreditkarten bei der DKB und eine Kreditkarte bei der Santander. Klassische Reisekreditkarten also.

Hier kannst du dir die Kreditkarte der DKB holen!*